Millionenprojekt Gartenschau Tuttlingen profitiert von hohen Landeszuschüssen

Tuttlingen profitiert von hohen Landeszuschüssen
Unterwegs in Sachen Gartenschau: Zum Auftakt der neuen Sitzungsperiode machten sich die Stadträte zu Fuß ein Bild vom künftigen Veranstaltungsgelände. (Bild: Stadt Tuttlingen / Arno Specht)
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Die Gartenschau 2031 erleichtert Tuttlingen den Zugang zu Landeszuschüssen. Davon profitieren unter anderem neue Brücken und die geplante Elta-Mündung.

Bei einem Rundgang zum Auftakt der neuen Sitzungsperiode informierten sich die Gemeinderäte am Montag zu Fuß über das künftige Gartenschau-Gelände. In den Vorjahren waren sie dafür mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.

Ein Schwerpunkt waren die geplanten Veränderungen entlang der Donau. Noch führt der provisorisch abgestützte und dennoch etwas schiefe Sängersteg über den Fluss. Die marode Holzbrücke zwischen Stadtgarten und Donaupark soll im Zuge der Gartenschau jedoch ersetzt werden.

Neue Brücken weitgehend aus Zuschüssen

Anstelle des bisherigen Sängerstegs soll eine filigrane Brücke entstehen, die sich gestalterisch am neuen Rathaussteg orientiert, aber etwas kürzer und schmäler ausfällt. Der Neubau wird fast vollständig aus Landeszuschüssen finanziert.

„Wir werden sowohl den neuen Sängersteg als auch die neue Fußgänger- und Fahrradbrücke beim Koppenland weitgehend aus Zuschüssen bezahlen können.“

Bei den ohnehin notwendigen Brückenersatzbauten macht sich für die Stadt bereits bemerkbar, dass Tuttlingen die Gartenschau 2031 ausrichten wird. Der Zugang zu den Fördergeldern ist deutlich vereinfacht. Die Unterstützung für die Projekte wurde außergewöhnlich schnell und unbürokratisch bewilligt – ohne die sonst üblichen, deutlich aufwendigeren Antragsverfahren.

„Das ist für uns auch eine erhebliche Arbeitserleichterung“, so Steinbrenner.

Elta-Mündung soll verlegt werden

Ein weiteres zentrales Projekt ist die Umgestaltung der Elta-Mündung. Geplant ist, die Mündung der Elta in die Donau um rund 150 Meter nach Osten zu verlegen. Zuvor sollen beide Flüsse ein Stück parallel verlaufen.

Grund dafür ist der abgesenkte Donaupegel. Bei Niedrigwasser besteht im Sommer oft über Wochen und Monate keine direkte Verbindung mehr zwischen Donau und Elta. Fische und andere im Wasser lebende Tiere können in dieser Zeit nicht mehr wandern.

Das Land fördert die Umgestaltung deshalb mit 80 Prozent. Für Tuttlingen ergibt sich zugleich ein stadtplanerischer Nebeneffekt: Mitten in der Stadt soll eine lebendige Flusslandschaft entstehen. „Das wird wie ein kleines Delta“, schwärmt Steinbrenner.

Gartenschau reicht bis zum Bahnhof

Der Rundgang begann beim „Golem“. Dort lässt sich bereits beobachten, wie das Ufer künftig aussehen wird: Terrassen, unter anderem aus Kalkstein, werden bis zum Wasser reichen.

Das gegenüberliegende Gerberufer wird vor allem während der Vorbereitungsphase der Gartenschau eine wichtige Rolle spielen. Dort soll eine temporäre Aktionsfläche eingerichtet werden, auf der auf die Großveranstaltung eingestimmt wird.

Auch der Stadtgarten wird einen Schwerpunkt der Gartenschau bilden. Eine weitere wichtige Rolle spielt der Bahnhof: Über die bereits fertiggestellte Unterführung gelangen Besucher künftig auch zum Haupteingang der Gartenschau.

„Wir werden wohl die erste Gartenschau sein“, so Steinbrenner, „die man direkt vom Bahnhof aus betritt.“

(Quelle: Stadt Tuttlingen)