SPD-Abgeordnete haben sich in Tuttlingen über Krankenhausversorgung und Jugendhilfe informiert. Im Fokus standen die Auswirkungen politischer Reformen vor Ort.
Den Auftakt bildete ein Gespräch im Klinikum Landkreis Tuttlingen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Dr. Sebastian Freytag und Vertretern des Betriebsrats diskutierten die SPD-Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur und die SPD-Landtagsabgeordnete Viviane Sigg über die aktuelle Situation des Krankenhauses und die Auswirkungen der Krankenhausreform.
Freytag gab einen Einblick in die Herausforderungen des Klinikalltags. Im Mittelpunkt standen Fragen der Finanzierung, der Digitalisierung und notwendiger Innovationen. Neue politische Vorgaben und veränderte Finanzierungsstrukturen haben demnach unmittelbare Folgen für die Planung und medizinische Versorgung.
Krankenhausreform im Mittelpunkt
Türk-Nachbaur stellte anschließend die bundespolitische Perspektive dar. Daraus entwickelte sich eine Diskussion darüber, welche Veränderungen notwendig sind und wo die praktische Umsetzung für Krankenhäuser Schwierigkeiten mit sich bringt.
„Gerade im ländlichen Raum bleibt entscheidend, eine verlässliche Versorgung sicherzustellen“, so Türk-Nachbaur.
Im Anschluss besuchten Sigg und Türk-Nachbaur Mutpol – die Diakonische Jugendhilfe Tuttlingen. Für Türk-Nachbaur war der Termin zugleich eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte: Vor ihrer Zeit im Bundestag arbeitete sie dort selbst in der Kinder- und Jugendhilfe.
Rund 700 junge Menschen betreut
Gesamtleiter Nico Gehrling stellte die Arbeit von Mutpol vor und erläuterte, wie Schule und Jugendhilfe miteinander verbunden werden. Rund 700 Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 21 Jahren werden durch die unterschiedlichen Angebote der Einrichtung betreut.
Bei einem Rundgang durch das Hauptgebäude und über das Gelände erhielten die beiden Abgeordneten weitere Einblicke. Für Viviane Sigg, die sich unter anderem mit bildungspolitischen Themen beschäftigt, zeigte der Besuch vor allem eines: „Wenn Schule und Jugendhilfe so eng zusammenarbeiten wie hier bei Mutpol, profitieren davon am Ende die Kinder. Genau solche Angebote brauchen verlässliche Förderung, damit sie nicht von befristeten Projektmitteln abhängen.“
Beide Besuche machten den Abgeordneten deutlich, wie stark politische Rahmenbedingungen die Arbeit sozialer Einrichtungen vor Ort prägen. „Ob Krankenhausversorgung oder Jugendhilfe: Reformen müssen sich daran messen lassen, ob sie den Einrichtungen und den Menschen in der Region verlässliche Perspektiven geben.“, stellte Türk-Nachbaur heraus.
(Quelle: Büro Derya Türk-Nachbaur, MdB)