Mauern und Dämme für den Krähenbach Stadt Tuttlingen investiert 3,8 Millionen in Hochwasserschutz

Stadt Tuttlingen investiert 3,8 Millionen in Hochwasserschutz
Schutz vor Überschwemmungen: Diese Animation zeigt, wie der Krähenbach nach dem Umbau aussehen wird. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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3,8 Milionen Euro investiert die Stadt Tuttlingen in den Hochwasserschutz in Möhringen. In einer Sitzung am Donnerstag gab der Technische Ausschuss des Gemeinderats die Empfehlung, die Planung umzusetzen.

Normalerweise ist der Krähenbach in Möhringen ein eher unspektakuläres Gewässer, das unauffällig in Richtung Donau fließt. Doch dass er auch anders kann, hat er schon mehrfach unter Beweis gestellt – was unter anderem dazu führt, dass einige innerörtliche Bereiche Möhringens als Überschwemmungsgebiet deklariert sind. Dies blockierte auch die Entwicklung des Baugebiets Heuhäusle über Jahre.

Mit den jetzt geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen soll das Problem gelöst werden: Auf einer Strecke von rund 730 Metern wird der Bach in drei Bauabschnitten so umgebaut, dass sowohl die Belange des Naturschutzes als auch die des Hochwasserschutzes erfüllt werden:

  • Auf der Ostseite des Baches wird zwischen Bischofszeller Straße und der Brücke Eßlinger Straße eine rund zwei Meter hohe Mauer errichtet. Sie wird so bemessen, dass sie auch ein sogenanntes Hundertjähriges Hochwasser aufhalten können. Vor allem diese Mauer verhindert künftig, dass tiefer gelegene Teile des Städtles geflutet werden.
  • Auf der gegenüberliegenden Nordwestseite des Bachs sind Geländemodellierungen vorgesehen. Sie sollen dafür sorgen, dass das Wasser besser abfließen kann.
  • Im Bereich des Gehrengässles werden einzelne Deichbauwerke für mehr Sicherheit der angrenzenden Grundstücke sorgen.

Der erste Bauabschnitt – die Mauer – wird ab 2026 gebaut, die anderen Maßnahmen werden dann 2027 und 2028 umgesetzt.

Entgegen der ursprünglichen Planung wird darauf verzichtet, auf beiden Seiten des Ufers einen Weg anzulegen: Durch den Verzicht auf den Weg an der Westseite des Bachs kann die dortige Baumreihe gerettet werden. Außerdem wird die Planung im Bereich des Gehrengässle so verändert, dass ein Teil der dortigen Parkplätz erhalten bleiben werden kann.

Um Kosten zu sparen, empfiehlt der Ausschuss außerdem, beim Geländer der beiden südlichen Mauern zur maschinell hergestellten Variante aus Rundstahl zu greifen. Die individuell gefertigte Version aus hochwertigerem Flachstahl hätte rund 310.000 Euro mehr gekostet.    

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)