Vor dem Rathaus hing am Freitag erstmals die Flagge Israels. Die Stadt Tuttlingen will damit ihre Solidarität mit Israel nach dem Terrorangriff durch die Hamas bekunden.
„Die brutalen Angriffe und die bestialische und gezielte Gewalt gegen Zivilisten hat mich schockiert“, so OB Michael Beck. „Und so wie ich sind viele Menschen in unserer Stadt fassungslos über das, was gerade in Israel passiert“, so Beck.
Seit Freitag hängt nun immer tagsüber die israelische Flagge als Zeichen der Solidarität neben der Bundesflagge. Beck erinnert in diesem Zusammenhang auch an die besonderen Beziehungen, die es zwischen Tuttlingen und Menschen aus Israel gibt: Aus Tuttlingen stammten einige der Gründer der Gemeinde Shavei Zion im Norden Israels, unter ihnen der aus Tuttlingen stammende Julius Fröhlich, nach dem seit 2015 auch ein Platz in Tuttlingen benannt ist.
Dessen ebenfalls in Shavei Zion lebender Sohn Amos Fröhlich steht bis heute in engem Kontakt zu Tuttingen, eine Delegation des Gemeinderates besuchte 2018 auch Shavei Zion.
„Ich habe in diesen Tagen mit Amos Fröhlich telefoniert“, berichtet OB Beck, „und seine Schilderungen haben mich sehr betroffen gemacht. So kritisch wie jetzt schätzte er die Lage in Israel noch nie ein.“
„Gerade mit Blick auf unsere Geschichte“, so Beck weiter, „ist es in Deutschland unsere Pflicht, Solidarität mit Israel zu zeigen.“ Und diese Solidarität müsse unabhängig von politischen oder religiösen Gruppen oder Lager sein. „Die Angriffe der Hamas sind kein Angriff gegen die israelische Regierung oder auch kein Akt des Widerstandes – sie sind menschenverachtender Terror in seiner schlimmsten Form. Das kann kein Mensch gutheißen oder auch nur Verständnis dafür zeigen.“
(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)