Sturmschäden Dringender Rat von Forst und Bauhof Tuttlingen: Bäume meiden und nach oben schauen

Dringender Rat von Forst und Bauhof Tuttlingen: Bäume meiden und nach oben schauen
Vorerst nicht benutzbar: Der Spielplatz im Uhlandpark. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Nach dem heftigen Sturm in der Nacht auf Mittwoch sind Bauhof und Forst mit den Aufräumarbeiten beschäftigt.

Eine erste Einschätzung: Der Honberg und der Spitalwald waren Schwerpunkte, auch in der Innenstadt richtete der Sturm sichtbare Schäden an. Vor allem aber sollten die Bürger den Wald in den nächsten Tagen komplett meiden – und generell bei Bäumen einen aufmerksamen Blick nach oben haben.

„Das Problem ist nicht das, was runtergefallen ist, sondern das, was noch oben hängt“, sagt Bauhofleiter Gerd Rudolf. Bei vielen der über 12 000 Bäume im Stadtgebiet hängen noch abgebrochene Äste in den Kronen – und die können jederzeit herunterfallen. „Wir untersuchen jetzt der Reihe nach die Grünanlagen und Straßenbäume im Stadtgebiet – aber das kann dauern.“

An Kindergärten und Schulen ging daher schon der dringende Rat, die Außenbereiche zu meiden, bis der Bauhof die Bäume inspiziert hat. Diese Empfehlung gilt auch für alle Grünanlagen. Und wenn man doch in die Nähe von Bäumen kommt, sollte man einen aufmerksamen Blick nach oben haben.

Wer dabei lose Äste bemerkt, kann diese auch gleich an den Bauhof melden – entweder über den Mängelmelder auf www.tuttlingen.de und der Stadt-App, oder unter 07461/966-230. „Das erleichtert uns die Arbeit erheblich“, so Rudolf.

Wie viele Bäume im Stadtgebiet umgefallen sind, kann Rudolf nicht sagen. „Größere Baumstürze gab es auf jeden Fall in der Weimarstraße, im Uhlandpark und bei der Albert-Schweitzer-Schule“, berichtet Rudolf – „und natürlich auf dem Honberg.“ Dort war man am Mittwoch auch mit Baumkletterern unterwegs, um den  Berg schnellstmöglich wieder festivaltauglich zu machen, nachdem schon das Konzert am Dienstagabend wegen des Sturms abgebrochen werden musste.

Den Honberg nennt auch Berthold Welte, Leiter des Forstreviers Tuttlingen, als Schwerpunkt, außerdem den Spitalwald. Allerdings sei die Bilanz nach einer ersten Einschätzung nicht ganz so dramatisch wie es zunächst aussah: „Wir haben viele Einzelwürfe und Gipfelbrüche, aber bis jetzt keinen größeren Flächenwurf, bei dem ein ganzes Waldstück abgeräumt wurde“, so Welte.

Dennoch gebe es fast keinen Waldweg, der nicht durch umgestürzte Bäume versperrt sei. Wanderer,  Spaziergänger, Radfahrer und andere Sportler sollten den Wald daher erst einmal meiden – mindestens bis zum Wochenende. Aber auch danach sollte man vorsichtig sein. „Einen Blick nach oben sollte man regelmäßig machen.“

Aber obwohl Bauhof und Forst mit insgesamt rund 100 Mitarbeitenden im Einsatz sind: Die Aufräumarbeiten werden sowohl im Wald als auch im Stadtgebiet noch Tage dauern.

Denn in Teilen der Stadt kommt zu den üblichen Sturmschäden noch ein Müllproblem: Da am Mittwoch der gelbe Sack abgefahren wurde, legten viele ihre Abfälle schon am Vorabend vor die Haustüre. Und deren Inhalt verteilte sich dann über Straßen und Gehwege.

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)