Massive Überflutungen Dauereinsatz für Einsatz- und Rettungskräfte

Dauereinsatz für Einsatz- und Rettungskräfte
In Trossingen standen mehrere Fahrzeuge im Wasser, in einem war eine Person eingeschlossen. (Bild: Feuerwehr Trossingen)

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Im Verlauf des vergangenen Wochenendes sind Rettungskräfte und die Polizei wegen des anhaltenden Stark- und Dauerregens in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar-Kreis und Konstanz im Dauereinsatz gewesen.

Zwischen Freitag und Samstag blieben glücklicherweise größere polizeiliche Einsatz- und Gefahrenlagen aus. Dennoch kam es zu lokalen Überflutungen durch über die Ufer getretene kleinere Fließgewässer und Wasseranstauungen überwiegend im Landkreis Konstanz. Mehrere Kreisstraßen mussten in kleineren Abschnitten gesperrt oder entsprechende Geschwindigkeitstrichter eingerichtet werden. Nachdem am Samstag die Stockacher Aach zwischen den Orten Bodman und Ludwigshafen über die Ufer trat und sich auf der dortigen Kreisstraße 6101 Wasser befand, musste diese gesperrt werden. Zudem bestand die Gefahr, dass die dortige Kläranlage von den Wassermengen überflutet wird und verunreinigtes Wasser in den Bodensee gelangen könnte.

Durch einen größeren Einsatz der Feuerwehr und des THW konnte diese Gefahr abgewendet werden. Im Bereich der L194 zwischen Malspüren und Kalkofen kam es zu einem Hangrutsch. Dies führte zur Sperrung der Landesstraße. In Stockach-Winterspüren trat ein Gewässer über die Ufer und flutete mehrere Fahrbahnen und Wohngebäude. Im Bereich der Reichenau-Waldsiedlung drang flächig Wasser in die Hallen zweier Gewerbebetriebe, dieses musste von der Feuerwehr abgepumpt werden.

Im Laufe des Sonntagnachmittags bis in die Abendstunden zog erneut eine Schlechtwetterfront über die Landkreise Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar-Kreis, in deren Folge es zu Überschwemmungen, abgerutschten Hängen und überflutete Kellern kam. Viele Straßen mussten deshalb gesperrt werden.

Auf der Kreisstraße 5703 sowie der Landesstraße 173 im Bereich Mühlhausen (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Landesstraße 433 zwischen Denkingen und Gosheim (Landkreis Tuttlingen) rutschten Hänge ab. Die Weigheimer Straße in Villingen-Schwenningen überflutete bis zu einer Höhe von etwa 1,80 m. Die Feuerwehr evakuierte die Bewohner mit Schlauchbooten. Mehrere Unterführungen liefen voll Wasser, teilweise mussten „gestrandete“ Fahrzeuginsassen angewiesen werden, ihre Fahrzeuge zu verlassen. Polizeibeamte des Polizeireviers Schwenningen befreiten Insassen eines Autos aus ihrem Fahrzeug. Eine Person verletzte sich hierbei leicht.

Die Landesstraße 433 war aufgrund Überflutung nicht mehr befahrbar. Hiervon betroffen war auch eine Tankstelle, die unter Wasser stand. Auf der Bundesstraße 14 schlossen die Wassermassen bei Frittlingen (Landkreis Tuttlingen) ebenfalls ein Auto ein. Die Feuerwehr befreite die Insassen, eine Person verletzte sich dabei leicht. In der Folge musste die B14 aufgrund Überschwemmung komplett gesperrt werden.

Weitere Nebenstraßen in Aldingen und Aixheim, ebenfalls Landkreis Tuttlingen, waren in den frühen Morgenstunden des Montags von Überflutungen betroffen. Im Bereich Villingen-Schwenningen und Trossingen führten mehrere Wassermassen auf der Fahrbahn der Autobahn 81 zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

In Trossingen standen mehrere Fahrzeuge im Wasser, in einem war eine Person eingeschlossen. Die Feuerwehr musste diese aus dem Auto befreien. Durch einen Hangrutsch wurde zudem ein Haus durch Geröll und Wassereinbruch in Mitleidenschaft gezogen. Im gesamten Ort kam es zu weiteren Einsätzen aufgrund vollgelaufener Keller. Auch in Aldingen drang Wasser in mehrere Keller ein.

In Schramberg-Sulgen (Landkreis Rottweil) überschwemmte die Kreisstraße 5532. Auch die Bundestraße 523 stand im Bereich der Auffahrt zur die Bundesstraße 27 bei Deißlingen (Landkreis Rottweil) komplett unter Wasser. In Deißlingen mussten die Bewohner zweier Straßenzüge die Erdgeschoßwohnungen räumen, da ein Anstieg des Pegels des Neckar auf über 4 Meter zu befürchten war. Die Zufahrtsstraßen mussten gesperrt werden.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit von der Polizei nicht beziffert werden. Nach aktuellem Stand verletzten sich zwei Personen leicht.

Die Polizei rät weiterhin: Bringen Sie sich und andere nicht in Gefahr! Folgen Sie den Anweisungen der Rettungsgeräte und der Polizei! Sollten Sie Hilfe benötigen, betätigen Sie den Notruf!

(Pressemitteilung: Polizeipräsidium Konstanz)