20 Jahre Festival-Einsatz Johanniter versorgen beim Southside-Festival 2.250 Patienten

Johanniter versorgen beim Southside-Festival 2.250 Patienten
Zum 20. Mal stellten die Johanniter in diesem Jahr den Sanitätsdienst beim Southside-Festival in Neuhausen ob Eck. Rund 550 ehrenamtliche Helfer*innen waren im Einsatz. (Bild: Johanniter)
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Die Johanniter sichern das Southside-Festival seit 20 Jahren sanitätsdienstlich ab. In diesem Jahr behandeln rund 550 Ehrenamtliche 2.250 Patienten, knapp 40 müssen ins Krankenhaus.

Vom 19. bis 21. Juni 2026 stellten die Johanniter im 20. Jahr der Partnerschaft mit FKP Scorpio den Sanitätsdienst beim Southside-Festival in Neuhausen ob Eck. Für den Regionalverband Oberschwaben/Bodensee unter der Leitung des Ortsverbandes Singen war es erneut der größte geplante Einsatz in Baden-Württemberg. Rund 550 ehrenamtliche Helfer sorgten während der Festivaltage für die medizinische Versorgung der Besucher und des Personals.

Sechs stationäre Unfallhilfsstellen auf dem Festivalgelände sowie mehrere mobile Teams waren im Einsatz. Während in den vergangenen Jahren durchschnittlich etwa 3.500 Versorgungen pro Festival registriert wurden, ging die Zahl der Behandlungen in diesem Jahr um rund 15 Prozent zurück. Insgesamt wurden 2.250 Patienten medizinisch versorgt. Das Spektrum reichte von kleineren Verletzungen über alkoholbedingte Beschwerden bis hin zu Klinikeinweisungen. Knapp 40 Patienten mussten in ein Krankenhaus transportiert werden.

Hitze und Gewitter prägen den Einsatz

Anders als in manchen Vorjahren bestimmte in diesem Jubiläumsjahr vor allem die anhaltende Hitze das Einsatzgeschehen. Hohe Temperaturen führten zu einem leichten Anstieg von Fällen mit Sonnenbrand, Dehydrierung und Hitzeerschöpfung. Viele Besucher suchten die sanitätsdienstlichen Anlaufstellen wegen Kreislaufbeschwerden, Schwächegefühl und weiteren hitzebedingten Symptomen auf.

„Neben der Hitze hatten wir in diesem Jahr auch mehrmals mit kleineren, sehr lokalen Gewitterzellen, starkem Regen und Hagel zu kämpfen. Innerhalb von Minuten schlug das Wetter um und die Temperaturen fielen um ein Drittel“, berichtet Björn Gold, ehrenamtliche Führungskraft und Verantwortlicher für die Pressearbeit der Johanniter auf dem Southside.

Am Freitagabend musste das Festival deshalb kurzzeitig evakuiert werden. Auch der Sanitätsdienst setzte die dafür vorgesehenen Maßnahmen um. „Somit sind wir einsatzbereit geblieben und haben unsere eigenen Einsatzkräfte geschützt“, erklärt Björn Gold. Durch die Wetterlage kam niemand zu Schaden. Nach knapp zwei Stunden konnten die Konzerte am Freitagabend fortgesetzt werden.

Versorgung an die Bedingungen angepasst

Neben der Hitzebelastung stellten zeitweise gut besuchte Auftritte bekannter Künstler besondere Anforderungen an die Ortung und Versorgung von Betroffenen. Die Johanniter passten Logistik und Versorgungsabläufe entsprechend an. Kühlmöglichkeiten, verstärkte Hinweise zur Verhaltensprävention und eine gezielte Einsatzplanung trugen dazu bei, die Versorgungskapazitäten auf einem hohen Niveau zu halten.

Dank der Ausstattung und Ausbildung der Einsatzkräfte konnten zahlreiche Besucher nach einer kurzen Behandlung vor Ort wieder auf das Festivalgelände zurückkehren. Nach Angaben der Johanniter hatten auch die Besucher sowie der Veranstalter gut gegen die Hitze vorgesorgt. Ausreichend Wasser trinken, Kopfbedeckung tragen und Sonnencreme benutzen seien auf dem Festival selbstverständlich gewesen.

Ehrenamt als wichtige Stütze

Nach Angaben der Johanniter stärkt der jährliche Sanitätsdienst den Zusammenhalt und die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen. „Der Einsatz fördert das Wir Gefühl und verbessert die Zusammenarbeit für künftige Aufgaben im Bevölkerungsschutz“, so Björn Gold.

Regionalvorstand Stefan Dittrich hebt das große ehrenamtliche Engagement sowie die professionelle Planung und Durchführung des Sanitätsdienstes hervor, die sich über 20 Jahre bewährt hätten.

Die Johanniter danken allen ehrenamtlichen Einsatzkräften, den Partnern vor Ort und dem Festivalmanagement des Veranstalters FKP Scorpio für die Zusammenarbeit. Die Erfahrungen des heißen Jubiläumsjahres sollen nach Angaben des Verbandes in die Weiterentwicklung präventiver Maßnahmen und der Ausrüstung für wetterbedingte Einsatzlagen einfließen.

(Quelle: Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.