Wasservögel an der Donau füttern? Das gilt es zu beachten!

Wasservögel an der Donau füttern? Das gilt es zu beachten!
Manchmal kann eine gut gemeinte Fütterungsaktion gefährlich für die Tiere werden // Symbolbild. (Bild: Pixabay)

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Nähert man sich dem Donauufer, kommen viele Wasservögel schon herbei und warten scheinbar darauf, gefüttert zu werden. Doch Futter von Menschen brauchen die Wasservögel eigentlich gar nicht. Und: Manchmal kann eine gut gemeinte Fütterungsaktion sogar gefährlich für die Tiere werden.

Die Stadtverwaltung Sigmaringen bittet die Bevölkerung daher darum, folgende Punkte zu beachten:

  • Am besten gar nicht füttern, sondern die Tiere nur beobachten.
  • Füttern Sie nur an Land und werfen Sie kein Futter ins Wasser, damit das Gewässer nicht unnötig verschmutzt wird.
  • Füttern Sie nur so viel, wie die Tiere auch fressen. Wenn Sie merken, dass der Hunger der Vögel zurückgeht oder die Tiere schon satt sind, dann bitte kein weiteres Futter ausstreuen, denn die Reste locken z.B. auch Ratten an.
  • Brot ist kein geeignetes Futter, denn es enthält für Vögel zu viel Salz und quillt im Magen auf. Viel besser sind z.B. Haferflocken, Obst, Futtermais oder spezielles Wasservogelfutter aus dem Fachhandel
  • Schimmel schadet auch den Tieren! Verdorbene Lebensmittel sind kein Futter, sondern gehören in die Restmülltonne.

Folgen des Entenfütterns

Die Tiere gewöhnen sich an die Futterstellen. Hierher kommen sie nicht nur im Winter, sondern auch zu anderen Jahreszeiten. Probleme mit verdreckten und verkoteten Donaustränden und Geh- und Radwegen sind eine Folge davon.

Oft fressen die Enten nicht das gesamte Futter, dass ihnen zugeworfen wird. Brot z.B. weicht dann auf, sinkt an den Gewässerboden und verfault dort. Die biologischen und chemischen Prozesse dieses Abbaus verbrauchen große Mengen Sauerstoff, der Fischen und anderen Wassertieren fehlt. Es kann dazu kommen, dass Algen stark wachsen und das Gewässer „umkippt“.

Durch regelmäßiges Füttern werden die Enten zutraulich und verlieren ihre natürliche Scheu. Dadurch können sie leicht Opfer von Straßenverkehr oder Hunden werden.

Die Stadtverwaltung appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, die genannten Punkte zu beachten, auch zum Wohle der Tiere.

(Pressemitteilung: Stadt Sigmaringen)