Fischsterben Viele Fische tot in der Ostrach: Großeinsatz in Fluss – woher kommt die Gülle?

Viele Fische tot in der Ostrach: Großeinsatz in Fluss – woher kommt die Gülle?
Zahlreiche Fische wurden tot im Fluss Ostrach in Ostrach aufgefunden. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz. (Bild: Reinert / Wochenblatt)
WOCHENBLATT
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Großes Fischsterben im Fluss Ostrach. Am Montagabend rückten Feuerwehr Ostrach, Polizei und Sportfischerverein zu einem großen Fischsterben aus. Der Fluss war wohl mit Gülle verunreinigt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Das Fischsterben wurde erstmals gegen 15.30 Uhr durch das Ostracher Ordnungsamt gemeldet. Die Feuerwehr Ostrach rückte daraufhin mit allen Abteilungen aus. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte mit neun Fahrzeugen vor Ort. Auch das Landratsamt Sigmaringen, das Regierungspräsidium Tübingen, die Gemeinde sowie zuständige Gewässer- und Umweltbehörden wurden informiert und waren teilweise vor Ort.

Wie die Gülle in die Ostrach gelangte ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Nach ersten Überlegungen könnte der Regen in der Nacht zuvor dazu geführt haben, dass Gülle in das Gewässer gelangte. Bestätigt ist diese Vermutung bislang nicht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und möchte nun klären, wie es zu dem Gülleaustritt und dem Fischsterben kam. Ein Polizeisprecher teilte auf Anfrage des WOCHENBLATT mit: „Wir können noch nicht genau sagen, was der Grund für den Gülle-Austritt war.“

Mit Wasser aus einem nahegelegenen Baggersee wollten die Einsatzkräfte frisches und sauerstoffhaltiges Wasser in die Ostrach zuführen.
Mit Wasser aus einem nahegelegenen Baggersee wollten die Einsatzkräfte frisches und sauerstoffhaltiges Wasser in die Ostrach zuführen. (Bild: Reinert / Wochenblatt)

Am Abend wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Auswirkungen der Verunreinigung einzudämmen. Einsatzkräfte und Umweltbehörden entschieden, frisches Wasser aus einem Baggersee einer nahegelegenen Kiesgrube zu entnehmen und in die Ostrach einzuleiten. Dadurch sollte das belastete Wasser mit zusätzlichem Sauerstoff angereichert beziehungsweise durchmischt werden. Aus der Ostrach wurden mehrere Proben entnommen. Bei den toten Fischen soll es sich um Karpfen, Döbel und Barben handeln, das erfuhr das WOCHENBLATT vor Ort.

Von dem verunreinigten Wasser wurden aus der Ostrach mehrere Proben gesammelt.
Von dem verunreinigten Wasser wurden aus der Ostrach mehrere Proben gesammelt. (Bild: Reinert / Wochenblatt)

Auch der Sportfischerverein Ostrachtal unterstützte den Einsatz. Rund 15 Mitglieder waren am Abend damit beschäftigt, verendete Fische aus dem Gewässer zu bergen. Nach Angaben des Vereins wurden bis kurz vor 20 Uhr bereits mehr als 200 Kilogramm tote Fische aus der Ostrach gefischt. Eine genaue Zahl der verendeten Tiere konnte zunächst nicht genannt werden. Nach Schätzungen könnte es sich um mehrere hundert Fische handeln. Der Sportfischerverein Ostrachtal blieb die Nacht über vor Ort.

Durch die Feuerwehr wurden Sicherungsmaßnahmen getroffen, damit sich die Verunreinigung nicht weiter ausbreitet und kein zusätzlicher Schaden entsteht. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Einsatzkräfte der Feuerwehr Ostrach im Einsatz: Das Wasser aus dem Baggersee wurde über die Schläuche der Feuerwehr zugeführt.
Einsatzkräfte der Feuerwehr Ostrach im Einsatz: Das Wasser aus dem Baggersee wurde über die Schläuche der Feuerwehr zugeführt. (Bild: Reinert / Wochenblatt)