Unter der Marke Fischer Air sollten von deutschen Flughäfen verschiedene beliebte Urlaubsziele angeflogen werden – darunter auch ab dem Bodensee-Airport. Wie mehrere Medien berichten, soll die Firma nun pleite sein.
Frustrierte Kunden, stornierte Tickets und jetzt komplette Flugstreichungen: Die Firma hinter der angeblichen Airline von Reiseunternehmer Václav Fischer soll pleite sein und auf Millionen von Schulden sitzen. Das Amtsgericht Hamburg hat die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die „A.M.F. Aircraftleasing Meier & Fischer GmbH & Co. KG“ abgelehnt, berichten mehrere Medien. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung reicht das vorhandene Vermögen der Gesellschaft nicht für die Kosten des Verfahrens.
Flüge immer wieder gestrichen
Zuletzt sollte der Flugbetrieb im Oktober von Kassel aus beginnen, aber weder der Airport Calden noch der Bodensee-Flughafen in Friedrichshafen hätten Kontakt zu dem deutsch-tschechischen Touristiker, heißt es weiter. Von beiden deutschen Flughäfen sind keine Maschinen abgehoben und geplante Flüge wurden immer wieder ersatzlos gestrichen.
Die Staatsanwaltschaft in Hamburg, wo das Unternehmen gemeldet ist, hat zudem Anklage gegen den 71 Jahre alten Gründer Václav Fischer erhoben. Der Vorwurf: Verdacht des vollendeten gewerbsmäßigen Betrugs in 29 Fällen. Unter anderem geht es dabei um erschlichenes Kurzarbeitergeld und um die Rückerstattung von Sozialbeiträgen für Mitarbeiter, für die nie Beiträge abgeführt wurden, ist in der hessenschau zu lesen.
Bis zum rechtskräftigen Abschluss des Strafverfahrens gilt die Unschuldsvermutung.
(Quelle: BILD/hessenschau)