Rehkitzrettung aus der Luft: Drohne soll Tiere beschützen

Rehkitzrettung aus der Luft: Drohne soll Tiere beschützen
Kein Bild vorhanden. (Bild: Wochenblatt)

Die Jagdgesellschaft Kappel/Horgenzell setzt sich aktiv für den Schutz von Wildtieren ein. Eine Drohne soll helfen, die Verletzung und Tötung von Rehkitzen und anderen Tieren zu verhindern. Für die Finanzierung der Technologie werden Spenden benötigt.

Um ihr Überleben zu sichern, verlassen Wildtiere sich auf ihre angeborenen Instinkte. So bringen Rehe und Feldhasen ihre Jungen in ein sicheres Versteck inmitten der hoch gewachsenen Wiesen. Auf diese Weise schützen sie ihre Jungen vor Fressfeinden. Problematisch wird es dann, wenn die Landwirte die Felder mit ihren Mähdreschern befahren, um ihre Arbeit zu verrichten.

Tiere werden im hohen Gras übersehen

Nach Schätzungen des „Institutes für Deutsche Wildtierstiftung“ werden jedes Jahr etwa 500.000 Wildtiere wie beispielsweise Rehkitze, Junghasen und Bodenbrüter verstümmelt oder getötet. 90.000 davon bei der Grünlandmahd, bei der sie in den hochgewachsenen Wiesen nicht gesehen werden.

Anders als die ausgewachsenen Tiere, die in der Regel die Flucht vor der Mähmaschine ergreifen, verfallen die Tierkinder in den sogenannten „Drückinstinkt“ und verharren regungslos in ihrem Versteck am Boden. Gegenüber ihren Fressfeinden hat sich diese Methode bewährt, in der Landwirtschaft wird das jedoch häufig zur tödlichen Falle.

Oftmals dauert es Stunden, bis die verletzten Tiere ihren schweren Verletzungen erliegen. Das bedeutet ein gravierendes Problem für den Tierschutz. Gerät zudem der Kadaver eines versehentlich vermähten Kitzes ins Futter, gefährdet das auch andere Tiere – im Extremfall bis zum Tod.

Der Mähdrescher wird jedes Jahr zur Todesfalle für viele tierischen Bewohner in und rund um die Wiesen.
Der Mähdrescher wird jedes Jahr zur Todesfalle für viele tierischen Bewohner in und rund um die Wiesen. (Bild: dafroo/ iStock / Getty Images Plus)

Viele Landwirte kommen ihrer Pflicht nach, den Jäger zu informieren oder selbst Maßnahmen zur Kitzrettung zu ergreifen. Dennoch sterben immer noch zu viele Kitze den Mähtod.

Drohne arbeitet mittels Wärmebildkamera

Die Jagdgesellschaft Kappel/Horgenzell sucht nun nach möglichen Lösungen. Eine Drohne soll dabei helfen, die Verletzung und Tötung von Rehkitzen und anderen Tieren zu reduzieren. Die Drohne die mittels Wärmebildkamera arbeitet, ermöglicht große Flächen nach gefährdeten Tieren abzusuchen und diese vor Beginn der Arbeiten in Sicherheit zu bringen.

Auf der Spendenplattform „GoFundMe“ sollen nun 10.000 Euro zusammenkommen, um die Technologie zu finanzieren. Dass die Problematik viele Menschen bewegt, zeigt die Anteilnahme an der Spendenaktion: bereits über 3600 € konnten bisher gesammelt werden.

Alle Informationen und die Möglichkeit sich ebenfalls für die Tiere zu engagieren, finden Sie unter „GoFundMe“: Rehkitzrettung mit Drohne Jagdgesellschaft Kappel.

(Quelle: gofundme.com, peta.de)