In einem festlichen Gottesdienst wurde am Sonntagmorgen in der Evangelischen Stadtkirche in Ravensburg die 66. Aktion „Brot für die Welt“ eröffnet. Die Predigt hielt Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller.
Unter dem Motto „Wandel säen“ tritt das christliche Hilfswerk für ein grundlegend anderes Ernährungssystem ein. Eines, das nicht weiter die industrielle, sondern die nachhaltige kleinbäuerliche Landwirtschaft stärkt. „Brot für die Welt“ unterstützt daher gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen seit vielen Jahren Kleinbauernfamilien im Kampf gegen den Hunger.
Wie die Frauen in Burundi den Hunger besiegen
„Jedes zweite Kind unter fünf Jahren ist in Burundi unter- oder mangelernährt. Unsere lokale Partnerorganisation unterstützt Kleinbäuerinnen dabei, ihre Familien ausreichend und gesund zu ernähren – und trägt so dazu bei, dass kein Kind mehr hungern muss“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Oberkirchenrätin Dr. Annette Noller machte in ihrer Predigt anhand des Beispiels von Claudine Hashazinyange aus dem Dorf Buburu deutlich, wie Hilfe aussehen kann. Ein Landwirtschaftsexperte der Organisation Ripple Effect leitete beispielsweise die Frauen im Dorf an. Von ihm bekamen sie Saatgut für Mais, Kartoffeln und Bohnen. Sie erfuhren, wie man organischen Dünger herstellt. Sie legten gemeinsam Terrassen an und pflanzten schnellwachsendes Gras, um zu verhindern, dass Regen und Wind den fruchtbaren Boden abtragen. Und sie lernten, ausgewogene Mahlzeiten für ihre Kinder zuzubereiten.
Frisch gebackenes Brot der Konfi-Kids
Im Anschluss an den Festgottesdienst in Ravensburg gab es einen Stehempfang in der Evangelischen Stadtkirche und faire Heißgetränke aus dem Brot für die Welt-Mobil, gemeinsam mit dem lokalen Weltladen. Die Konfi-Kids waren zudem extra früh aufgestanden und hatten in der Bio-Bäckerei Müller in Schmalegg frisches Brot für alle gebacken. Die Laibe wurden nach dem Gottesdienst verkauft.
Burundi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. „Brot für die Welt“ (Hilfswerk der evangelischen Landeskirchen und Freikirchen in Deutschland) bekämpft den Hunger nachhaltig und nicht einfach durch das Verteilen von Lebensmitteln. Unterstützt wurden im vergangenen Jahr mehr als 2.900 Projekte in 87 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas, so das Hilfswerk.
Weitere Infos unter www.brot-fuer-die-welt.de.
(Quelle: Brot für die Welt)