Kammergruppe Ravensburg tritt dem Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum bei

Frieder Wurm (rechts), Vorsitzender der Kammer Ravensburg der Architektenkammer Baden-Württemberg zusammen mit Baubürgermeister Dirk Bastin.
Frieder Wurm (rechts), Vorsitzender der Kammer Ravensburg der Architektenkammer Baden-Württemberg zusammen mit Baubürgermeister Dirk Bastin. (Bild: Stadt Ravensburg)

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Das Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum hat einen neuen Partner. Die Kammergruppe Ravensburg der Architektenkammer Baden-Württemberg ist am Montag, 17. April durch die Unterschrift ihres Vorsitzenden Frieder Wurm beigetreten.

Das Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum gibt es seit 2016. Die Bündnispartner sind zahlreich. Zu ihnen gehören die Städte Ravensburg und Weingarten sowie jeweiligen Gemeinderatsfraktionen. Ebenso dabei sind u. a. Bauträger, der Mieterverein Oberschwaben, das Studentenwerk, das Bruderhaus, die Caritas und Kirchen. Mittlerweile gibt es mehr als 40 Partner.

Die Akteure aus den unterschiedlichen Bereichen haben so die Möglichkeit, die wichtigsten Aspekte aus ihrer jeweiligen Sichtweise mit einzubringen. Auf lokaler Ebene können die Akteure des Bündnisses direkt auf die Baulandvergabe, die städtebaulichen Ansätze sowie Bauweise Einfluss nehmen.

Die Architektenkammer war schon im Vorfeld auf Bundes- und Landesebene im Bereich Wohnen aktiv. Mit dem Beitritt in das Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum ergänzt dieses Gremium sein Portfolio mit der lokalen Ebene. „Wir sind sehr gespannt und hochmotiviert, gemeinsam mit den anderen Playern aus dem Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum gute und bezahlbare Lösungen zu finden – vor allem für Mieter“, bekräftig Frieder Wurm die Entscheidung der Architektenkammer.

Die momentane Situation im Wohnungsmarkt ist dramatisch. Es ist nicht abzusehen, dass sie sich in nächster Zeit entspannt. Bei dem Wohnungsmarkt verlaufen zwei Problemfelder parallel: die Zinsveränderungen und die hohen Baukosten. Mit der aktuellen Situation können Bauträger schlecht kalkulieren.

Aus diesem Grund drängen auch viele potenzielle Eigentümer, die sich vor dieser starken Veränderung ein Eigentum hätten leisten können, jetzt in den Mietermarkt. Ein Ziel des Bündnisses für Bezahlbaren Wohnraum ist es, dagegen zu steuern und den Markt zu entschärfen. Das geht aber nur mit passenden Angeboten. Die Architektenkammer und das Bündnis für Bezahlbaren Wohnraum sehen deshalb in der Nachverdichtung großes Potenzial. So können vorhandene Infrastrukturen genutzt und Bestandsbauten aufgestockt werden.

In der Vergangenheit wurde der Genehmigungsprozess fürs Bauen kritisiert. Das aktuelle Verfahren sei zu komplex und dauere zu lange. Aus diesem Grund arbeitet die Architektenkammer Baden-Württemberg mit dem Bauordnungsamt der Stadt Ravensburg zusammen. Durch die Digitalisierung dieses Prozesses soll das Verfahren optimiert und beschleunigt werden.

„Unser Team vom Bauordnungsamt arbeitet mit großem Nachdruck an der Digitalisierung. Wir sind zuversichtlich, dass noch in diesem Jahr die meisten Anträge medienbruchfrei über ein digitales Portal gestellt werden können. Das spart Zeit und schafft Transparenz“, erklärt Baubürgermeister Dirk Bastin.

(Pressemitteilung: Stadt Ravensburg)