Drei internationale Auszubildende der Liebenau Teilhabe stellen beim Caritas-Kongress in Berlin ihr Sprachcafé vor. Das Projekt zeigt, wie Sprachförderung den Einstieg in soziale Berufe praxisnah unterstützt.
Mit einer interaktiven Präsentation haben drei internationale Auszubildende der Liebenau Teilhabe das Projekt „Sprachcafé – sprachlich sicher in der Ausbildung“ auf dem Caritas-Kongress im Berliner Gasometer vorgestellt. Gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Berufsbildungswerk Adolf Aich zeigten sie, wie Sprachförderung im Berufsalltag gelingen kann.
Sprachlernen wird direkt erlebbar
Im Mittelpunkt standen Céphas Tchokpodo, Hector Vieyra und Taofik Wahalawede, die zugleich Teilnehmer und Botschafter des Projekts sind. Gemeinsam mit Sprachlehrer Benjamin Burg luden sie die Besucher zu einer interaktiven Simulation ein und machten Sprachlernen praxisnah und anschaulich erlebbar.
„Es war toll zu sehen, wie engagiert die Interessierten bei unserer Simulation mitgemacht und auch die Sprachübungen begeistert ausprobiert haben“, berichtet Céphas Tchokpodo. Für den Auszubildenden steht fest: Sprachlernen funktioniert am besten im Alltag – genau dort setzt das Sprachcafé an.
Praxisnahes Konzept überzeugt
Auch Hector Vieyra hebt die Resonanz hervor: „Man hat sofort gemerkt, dass die Menschen verstehen wollten, wie wichtig Sprache im Arbeitsalltag ist. Und dass Lernen auch Spaß machen darf.“ Der praxisnahe Ansatz mit interaktiven und realitätsnahen Übungen anstelle klassischen Frontalunterrichts stieß bei den Besucherinnen und Besuchern auf positive Resonanz.
Taofik Wahalawede zeigte sich ebenfalls beeindruckt: „Die Atmosphäre auf dem Caritas-Kongress war beeindruckend, und es hat uns sehr gefreut, dass wir hier dabei sein durften.“ Für ihn war der Kongress zugleich ein Ort des interkulturellen Austauschs.
Sprachcafé unterstützt internationale Auszubildende
„Oberste Priorität hat die Unterstützung der internationalen Auszubildenden beim Einstieg in soziale Berufe. Dafür sind die Stärkung von Sprachkompetenz und der interkulturelle Austausch wichtig“, erläutert Elke Gundel, Geschäftsführerin der Liebenau Teilhabe. Sie begleitete die Workshops vor Ort. Im Mittelpunkt stünden praxisnahe Lernformate statt reiner Theorievermittlung. Das Angebot könne flexibel in Präsenz oder online genutzt werden und wird durch die Förderung des Ministeriums für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg kostenfrei ermöglicht.
Begegnung mit Caritas-Präsidentin
Zum Team vor Ort gehörten außerdem Nils Pasternak von der Stabstelle Personalgewinnung und -bindung, Sprachlehrer Benjamin Burg sowie Bianca Michl, Einrichtungsleitung. Im Anschluss an den Workshop nahm sich die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Eva Maria Welskop-Deffaa, Zeit für ein Gespräch und ein gemeinsames Foto.
„Wenn wir gemeinsam lernen, verstehen wir uns besser – und genau das brauchen wir in unseren Berufen“, fasst Hector Vieyra die Bedeutung des Sprachcafés zusammen.
(Quelle: Stiftung Liebenau)