Informationsveranstaltung zur Planung des Breitbandausbaus im Kreis Bad Waldsee

Informationsveranstaltung zur Planung des Breitbandausbaus im Kreis Bad Waldsee
Rund 200 Bürger sind der Einladung in die Durlesbachhalle zur Informationsveranstaltung über den geplanten Breitbandausbau im Ausbaugebiet Gaisbeuren, Enzisreute und Atzenreute gefolgt. Das geplante Ausbaugebiet betrifft rund 450 bis 500 Hausanschlüsse. (Bild: Brigitte Göppel)
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Rund 200 Bürger sind der Einladung in die Durlesbachhalle zur Informationsveranstaltung über den geplanten Breitbandausbau im Ausbaugebiet Gaisbeuren, Enzisreute und Atzenreute gefolgt. Das geplante Ausbaugebiet betrifft rund 450 bis 500 Hausanschlüsse.

In Ihre Rede betonte Bürgermeisterin Monika Ludy, dass Sie sich über die Durchführung der Veranstaltung sehr freue, da der Breitbandausbau ein Thema von größter Bedeutung für alle, für Bürger, für Gewerbetreibende und für Vertreter öffentlicher Einrichtungen ist. Ein schnelles und wenig störanfälliges Internet sei unverzichtbar und in der heutigen Zeit einer der wichtigsten Standortfaktoren.

Durch den nicht erfolgten flächendeckenden Breitbandausbau der privaten Netzbetreiber in den vergangenen Jahrzenten, insbesondere im ländlichen Bereich, liegt ein großes Marktversagen vor. Im gesamten Stadtgebiet werden daher seit 2020, im Rahmen des vom Bund und Land geförderten Weißen-Flecken-Förderprogramms, durch den Zweckverband und die Stadt, rund 1.500 Haushalte, über das komplett neu herzustellende Glasfasernetz, schrittweise ans schnelle Internet angebunden. Einen förderfähigen Glasfaseranschluss erhalten dabei Haushalte, die aktuell eine Internetgeschwindigkeit von unter 30 Mbit/s haben.

Die Ausbaukosten für den vorgestellten Bereich in Gaisbeuren, Enzisreute und Atzenreute, einschließlich der noch zu planenden Bereiche im Gemarkungsgebiet Reute, belaufen sich auf 12,3 Millionen Euro, der Eigenanteil der Stadt liegt bei rund 2 Millionen Euro. Insgesamt liegen die Ausbaukosten für den gesamten kommunalen Breitbandausbau in den kommenden Jahren bei rund 30 bis 32 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt dabei bei mindestens 3 Millionen Euro.

Die Planung der Breitbandtrasse erfolgt grundsätzlich auf öffentlichen Grund. In wirtschaftlich und technisch sinnvollen Fällen kann/muss die Planung aber auch auf privatem Grund erfolgen. Hierbei ist man auf die Unterstützung und Kooperation der Eigentümer angewiesen.

Ausbaubereich: Der betroffene Ausbaubereich liegt innerhalb der grünen Markierung (Mitte).
Ausbaubereich: Der betroffene Ausbaubereich liegt innerhalb der grünen Markierung (Mitte). (Bild: Stadt Bad Waldsee)

„Ich bin Ihnen dankbar, wenn ich weiterhin wie bisher, auf Ihre Bereitschaft und Entgegenkommen zählen kann. Ihre Mitwirkung ist hierbei von großer Bedeutung, um dieses wichtige Projekt erfolgreich voranzubringen und eine verbesserte Internetversorgung zielgerichtet und wirtschaftlich herbeiführen zu können“, unterstrich Monika Ludy. Weiter informierte sie, dass im Rahmen des Projekts auch Mitverlegungsmöglichkeiten geprüft werden.

„Wie Sie alle wissen, können derartige Projekte nur im gemeinsamen Miteinander zwischen Stadt, Planern, Baufirmen und Bürgern und nicht im Gegeneinander erfolgreich umgesetzt werden. Ich möchte mich daher bereits heute bei allen Beteiligten für Ihren Einsatz danken, insbesondere dem Zweckverband, Gerhard Reich und dem ganzen Team, dem Planungsbüro Geo Data, den zukünftigen beteiligten Baufirmen, dem Bund und dem Land Baden-Württemberg für die Förderung und unseren Mitarbeitern bei der Stadt Bad Waldsee, insbesondere bei Projektleiter, Benedikt Metzler.“

Im Anschluss an die Einführung durch Bürgermeisterin Monika Ludy informierte Gerhard Reich vom Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg über allgemeine Information zum Breitbandausbau und das Planungsbüro Geo Data stellte die Ausbauplanung und den vorgesehenen Ablauf vor. Anschließend konnten die anwesenden Zuhörer ihre Fragen stellen, die ausführlich beantwortet wurden.

(Pressemitteilung: Stadt Bad Waldsee)