Vor 75 Jahren wurde Aulendorf offiziell zur Stadt erhoben und dieses Ereignis wird gefeiert. Die große Sause mit Jubiläumsumzug und vielseitigem Programm steigt am Sonntag, 28. September, zuvor gibt’s eine heiße Musiknacht.
Von Aligedorf zur Eisenbahnstadt
Die Wurzeln Aulendorfs reichen weit zurück: Erstmals erwähnt wird der Ort im 11. Jahrhundert unter dem Namen Aligedorf. Zunächst welfischer und später staufischer Besitz, ist Aulendorf 1381 als Sitz eines Herrn von Königsegg belegt; in der Folge lagen die Herrschaftsrechte bei der Familie. 1681 nahm die neugebildete Linie Königsegg-Aulendorf ihren Sitz hier ein, und 1682 erhielt der Ort die Marktrechte.
Schloss Aulendorf
Das Schloss Aulendorf, Stammsitz der Grafen, spiegelt gleich mehrere Stilepochen wider – von mittelalterlichen Fundamenten über gotische Elemente bis zu barocken und klassizistischen Umbauten. Mit der Mediatisierung im Jahr 1806 fiel Aulendorf an das Königreich Württemberg, die Grafen blieben jedoch noch lange standesherrlich ansässig.
Bahnknotenpunkt Aulendorf
Wachstum brachte im 19. Jahrhundert die Eisenbahn: 1849 erhielt Aulendorf Anschluss an die Südbahn Ulm–Friedrichshafen, 1869 folgte die Strecke Herbertingen–Isny. Damit entwickelte sich Aulendorf zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt in Oberschwaben.
Im Zuge der Gemeindereform wurden 1972 die Ortschaften Blönried, Tannhausen und Zollenreute nach Aulendorf eingegliedert, wodurch die Stadt deutlich größer wurde.
Im Jahr 1950 wurde Aulendorf unter Bürgermeister Vochezer durch das Staatsministerium Württemberg-Hohenzollern offiziell zur Stadt erhoben. Nun werden alle Bürger sowie Gäste aus der Region herzlich zu einem besonderen Festtag ein.
Ein ökumenischer Gottesdienst um 10 Uhr bildet den Auftakt zu den Feierlichkeiten, besonderer Höhepunkt ist der Jubiläumsumzug um 11.30 Uhr. Beteiligt sind hier Kindergärten, Schulen, Vereine, Betriebe und weitere Gruppen aus Aulendorf. Wie es seitens der Stadtverwaltung heißt, wünschen sich die Bürger seit langem wieder einen Umzug – das soll nun im Rahmen des Jubiläums endlich Realität werden.
Verkaufsoffener Sonntag und Mittelaltermarkt
Direkt im Anschluss eröffnet Bürgermeister Burth das Jubiläum offiziell beim Bieranstich. Der Einzelhandel lädt von 13 bis 18 Uhr zum Bummeln und Staunen bei einem verkaufsoffenen Sonntag mit Leistungsschau ein. Aulendorfer Betriebe präsentieren sich hier auf vielfältige Weise mit Fahrzeugen, Maschinen, Infoständen und Mitmachaktionen.

Ein stimmungsvoller Mittelaltermarkt entführt alle dann in vergangene Zeiten. Historische Gewänder, traditionelles Handwerk und unterhaltsame Gaukler sorgen für eine lebendige und familienfreundliche Atmosphäre. Das Hotel „Arthus“ bietet die Möglichkeit, die tollen Räumlichkeiten im Rahmen eines Tages der offenen Tür zu entdecken.
Es lohnt sich, Lose zu kaufen
Ein musikalisches Bühnenprogramm rundet das große Festprogramm ab und bringt die Innenstadt bis 18 Uhr zum Klingen. Für Spannung sorgt eine riesige Los-Aktion mit hochwertigen Preisen. Die Lose können in den teilnehmenden Betrieben und bei der Tourist-Information im Schloss für einen Euro erworben werden. Die Losabschnitte können am Jubiläumssonntag bis spätestens 14:45 Uhr in die Lostrommel bei der Bühne am Schlossplatz eingeworfen werden. Die Ziehung erfolgt um 15 Uhr. Preise werden nur an anwesende Teilnehmer vergeben, Warengutscheine sind nicht in bar auszahlbar.
Für Nachtschwärmer: Musiknacht am Samstag
Als „Warm-up“ zum großen Stadtjubiläum steigt bereits am Samstag, 27. September, ab 20 Uhr, die Musiknacht: 8 Location, 6 Bands und 2 DJs sorgen für Abtanzstimmung.

