Ausweis-Schwindel bei Grenzkontrolle Wiedereinreisesperre missachtet: Rumäne bei Achberg gestoppt

Wiedereinreisesperre missachtet: Rumäne bei Achberg gestoppt
Bei einer Grenzkontrolle auf der A 96 bei Achberg stoppte die Bundespolizei einen 58-jährigen Rumänen, gegen den eine Wiedereinreisesperre vorlag. (Bild: Bundespolizei)
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Ein 58-jähriger Rumäne ist bei Achberg trotz bestehender Wiedereinreisesperre nach Deutschland eingereist. Bei einer Kontrolle versuchte er, sich mit einem fremden Ausweis auszuweisen.

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs (23. September) stoppten Lindauer Bundespolizisten auf der A 96 bei Achberg einen Pkw mit britischer Zulassung. Das Fahrzeug war zuvor über den Grenzübergang Hörbranz nach Deutschland eingereist. Darin befanden sich zwei rumänische Männer.

Während sich der 52-jährige Fahrer ordnungsgemäß ausweisen konnte, zeigte sein 58-jähriger Beifahrer lediglich ein Handyfoto einer Identitätskarte vor. Beim Abgleich des Lichtbildes mit dem Mann kamen den Beamten erhebliche Zweifel, ob es sich tatsächlich um den Ausweisinhaber handelte.

Bei der anschließenden Durchsuchung seiner Geldbörse, die der 58-Jährige zunächst nicht aushändigen wollte, fanden die Polizisten schließlich seinen tatsächlichen Ausweis.

Einreiseverbot gilt noch bis April 2028

Eine Fahndungsüberprüfung ergab, dass beide Männer wegen verschiedener Diebstahlsdelikte polizeibekannt sind. Gegen den 58-jährigen Beifahrer bestand zudem seit Oktober 2020 ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland, das noch bis April 2028 gültig ist.

Bereits im April 2021 war der Mann aus der Strafhaft nach Rumänien abgeschoben worden. Trotz der bestehenden Wiedereinreisesperre war er im Jahr 2024 erneut auf der A 3 angetroffen worden.

Das Amtsgericht Passau hatte deshalb Anfang 2025 einen Strafbefehl in Höhe von fast 1.600 Euro wegen Verstoßes gegen das Freizügigkeitsgesetz erlassen. Da gegen den 58-Jährigen außerdem eine Aufenthaltsermittlung der Staatsanwaltschaft Passau zur Strafvollstreckung vorlag, konnten ihm die Lindauer Bundespolizisten den bislang offenen Strafbefehl nun aushändigen.

Bundespolizei schiebt 58-Jährigen nach Österreich zurück

Wegen des Vorzeigens der fremden Identitätskarte muss sich der Beifahrer nun wegen Ausweismissbrauchs verantworten. Die Beamten zeigten ihn außerdem wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts an.

Auch der 52-jährige Fahrer erhielt eine Anzeige wegen Beihilfe zur unerlaubten Einreise und zum unerlaubten Aufenthalt. Er durfte seine Fahrt anschließend fortsetzen.

Die Bundespolizisten belegten den 58-jährigen Rumänen mit einem vierjährigen Einreise- und Aufenthaltsverbot und schoben ihn noch am Mittwochmittag nach Österreich zurück.

(Quelle: Bundespolizeiinspektion Kempten)