Schnelle Hilfe im Notfall Neuer Defibrillator in Hergatz rund um die Uhr zugänglich

Neuer Defibrillator in Hergatz rund um die Uhr zugänglich
v.l.n.r.: Geschäftsführer der GesundheitsregionPlus Thomas Kaleja, Bürgermeister Oliver-Kersten Raab, Martin Spieler vom Biohof Zwiesele, Axel Schnell von der Sparkasse Schwaben-Bodensee und Landrat Elmar Stegmann (Bild: Landkreis Lindau / Nadja Krassik)
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Ein neuer Defibrillator steht im Ortsteil Hergatz ab sofort rund um die Uhr für Notfälle bereit. Damit wird das Netz öffentlich zugänglicher Geräte im Landkreis Lindau erweitert.

Mit dem neuen Standort am Biohof Zwiesele setzt die Gemeinde Hergatz den Ausbau ihrer örtlichen Notfallvorsorge fort. Bereits in Maria-Thann und Wohmbrechts stehen öffentlich zugängliche Defibrillatoren zur Verfügung. Nun ist auch der Ortsteil Hergatz mit einem entsprechenden Gerät ausgestattet.

Der neue Automatisierte Externe Defibrillator (AED) ist 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche öffentlich zugänglich. Die Anschaffung wurde durch das gemeinsame Engagement des Landkreises Lindau, der Gemeinde Hergatz, der Gesundheitsregion plus und des Biohofs Zwiesele sowie durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassenstiftung Schwaben-Bodensee ermöglicht.

Defibrillator soll schnelle Hilfe im Notfall ermöglichen

Die Gesundheitsregion plus des Landkreises Lindau verfolgt mit dem bedarfsgerechten Ausbau des AED-Netzes das Ziel, die notfallmedizinische Erstversorgung vor Ort zu stärken.

Dabei geht es nicht allein um die Anschaffung zusätzlicher Geräte. Entscheidend sind geeignete Standorte, eine gute Erreichbarkeit und die Möglichkeit, unabhängig von Öffnungszeiten auf einen Defibrillator zugreifen zu können.

Landrat Elmar Stegmann begrüßt die Entwicklung: „Schnelle Hilfe beginnt vor Ort. Deshalb ist es wichtig, Strukturen zu schaffen, die den Menschen im Notfall unmittelbar zur Verfügung stehen. Mit jedem gut erreichbaren und öffentlich zugänglichen Defibrillator stärken wir die Erstversorgung in unserem Landkreis. Besonders freut mich, dass hier Kommune, Gesundheitsregionᵖˡᵘˢ und Förderpartner gemeinsam Verantwortung übernehmen und ganz konkret etwas für die Sicherheit der Bevölkerung erreichen.“

Gemeinde Hergatz baut Notfallvorsorge weiter aus

Eine wichtige Rolle bei der Umsetzung spielt die Gemeinde Hergatz. Bürgermeister Oliver Kersten Raab unterstützt den Ausbau öffentlich zugänglicher AED-Standorte im Gemeindegebiet.

„Wir wollen, dass im Ernstfall schnell geholfen werden kann. Deshalb war uns besonders wichtig, dass der neue Defibrillator nicht an Öffnungszeiten gebunden ist, sondern jederzeit zugänglich bleibt“, erklärt Bürgermeister Raab.

Er bedankt sich insbesondere beim Biohof Zwiesele für die Bereitstellung des Standorts: „Nach den Standorten in MariaThann und Wohmbrechts ist der neue AED in Hergatz ein weiterer wichtiger Schritt. Mein besonderer Dank gilt Herrn Spieler vom Biohof Zwiesele, der mit der Bereitstellung des Standorts dazu beiträgt, dass der Defibrillator für die Bevölkerung rund um die Uhr zugänglich ist.“

Sparkassenstiftung unterstützt Ausbau mit 4.250 Euro

Die Sparkassenstiftung Schwaben-Bodensee stellte der Gesundheitsregion plus Landkreis Lindau insgesamt 4.250 Euro zur Verbesserung der notfallmedizinischen Erstversorgung und für den weiteren Ausbau des AED-Netzes zur Verfügung.

Mit dieser Förderung konnten zwei zusätzliche Defibrillatoren unterstützt werden. Die finanziellen Mittel tragen dazu bei, weitere öffentlich zugängliche AED-Standorte im Landkreis zu schaffen und die Notfallvorsorge vor Ort auszubauen.

Defibrillatoren und Ersthelfer ergänzen sich

Der Ausbau öffentlich zugänglicher Defibrillatoren ist Teil eines umfassenderen Ansatzes der Gesundheitsregion plus. Parallel dazu wird im Landkreis Lindau das Ersthelfernetz der Region der Lebensretter weiterentwickelt.

Bei entsprechenden Notfällen können qualifizierte Ersthelfer alarmiert werden, die bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes lebensrettende Maßnahmen einleiten können.

Öffentlich zugängliche Defibrillatoren und funktionierende Ersthelferstrukturen sollen sich dabei ergänzen.

Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Bevölkerung weiß, wo sich die Geräte befinden. Die Gesundheitsregion plus verweist deshalb auf die DefiMap der Region der Lebensretter, über die AED-Standorte eingesehen werden können.

Neben dem Ausbau der technischen Infrastruktur soll auch das Wissen der Bevölkerung über lebensrettende Maßnahmen gestärkt werden.

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es darauf an, die Situation zu erkennen, den Notruf abzusetzen, sofort mit der Herzdruckmassage zu beginnen und, sofern verfügbar, einen Defibrillator einzusetzen.

(Quelle: Landratsamt Lindau (Bodensee)