Übung „Blauer Falke 2026“ Zusammenarbeit im Zivil- und Bevölkerungs-schutz stärken

Zusammenarbeit im Zivil- und Bevölkerungs-schutz stärken
Im Westallgäu trainieren Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks gemeinsam mit der Bundeswehr und der Bergwacht die Zusammenarbeit im Zivil- und Bevölkerungsschutz. (Foto: THW/Thomas Kaleja)
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Westallgäu. Extremwetterereignisse, Naturkatastrophen und eine zu-nehmend angespannte sicherheitspolitische Lage stellen den Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland vor neue Herausforderungen. Um im Ernstfall schnell und effektiv helfen zu können, ist eine enge Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen entscheidend.

Genau diese Zusammenarbeit trainieren Bundeswehr, Bergwacht und Technisches Hilfswerk im Rahmen einer gemeinsamen Übung im Westallgäu. Die Übung ist für Mittwoch, den 25. März geplant. Als Ausweichtermin ist Donnerstag, der 26. März vorgesehen. Der genaue Termin richtet sich nach den aktuellen Wetterverhältnissen.
Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel zwischen zivilen Einsatzkräften und militärischer Luftunterstützung. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks trainieren gemeinsam mit der Bundeswehr den Transport von Personal und Material in schwer zugängliches Gelände sowie den Aufbau einer temporären Infrastruktur zur Unterstützung von Einsatzlagen in Zusammenarbeit mit der Bergwacht.

Teil der Übung ist unter anderem die Errichtung eines Versorgungsstützpunktes und der Aufbau einer mobilen Stromversorgung in einem alpinen Geländeabschnitt im Bereich des Hochgrats. Hierfür werden Material, Ausrüstung und Einsatzkräfte mittels Hubschrauber in das Übungsgebiet transportiert.
An der Übung nehmen rund 40 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks teil. Unterstützt werden sie durch mehrere Hubschrauber der Bundeswehr. Zum Einsatz kommt unter anderem ein Transporthubschrauber CH-53 des Hubschraubergeschwaders 64 aus Laupheim, der insbesondere für den Transport schwerer Lasten eingesetzt wird.
Darüber hinaus werden mehrere leichte Unterstützungshubschrauber (LUH) eingesetzt, die Personal und Material transportieren. Zusätzlich ist eine Such- und Rettungsmaschine (SAR) vom Heeresflugplatz Niederstetten vorgesehen.

Thomas Kaleja, Ortsbeauftragter des THW Lindenberg, freut sich über die Möglichkeit, das Netzwerk im Bevölkerungsschutz weiter zu stärken: „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Extremwetterlagen und großflächige Schadensereignisse auch in unserer Region jederzeit möglich sind. Gleichzeitig verändert sich die sicherheitspolitische Lage in Europa. Umso wichtiger ist es, dass Organisationen wie Bundeswehr und THW ihre Zusammenarbeit regelmäßig trainieren und ihre Fähigkeiten im Bevölkerungsschutz miteinander verzahnen.“
Auch die Bundeswehr unterstreicht die Bedeutung solcher Übungen. Der zuständige Presseoffizier erklärt:
„Die Unterstützung ziviler Einsatzkräfte im Rahmen der Amtshilfe gehört zu den wichtigen Aufgaben der Bundeswehr. Gemeinsame Übungen ermöglichen es allen Beteiligten, Abläufe zu erproben und im Ernstfall schnell und effektiv zusammen-zuarbeiten.“

Zum Einsatz kommen mehrere Hubschrauber der Bundeswehr, darunter auch ein Transporthubschrauber CH-53.
(Foto: THW/Gunnar Straschek)

Hinweise an die Bevölkerung

Im Zusammenhang mit der Übung kann es am Mittwoch, 25. März, oder am Ausweichtermin Donnerstag, 26. März, im Raum Lindenberg und Weiler im Allgäu sowie im Bereich der Nagelfluhkette rund um den Hochgrat und die Oberstiegalpe zu vermehrten Hubschrauberbewegungen kommen.
Der Abflug der Hubschrauber erfolgt aus dem Raum zwischen Lindenberg und Weiler. Von dort werden Einsatzkräfte sowie Material in das Übungsgebiet am Hochgrat transportiert.
Die Flugbewegungen finden voraussichtlich im Zeitraum vom Vormittag bis in den Nachmittag statt und sind Teil der geplanten Übung. Die Hubschrauberbewegungen sind zeitlich begrenzt.
Verkehrsbehinderungen im Rahmen der Übung:

  • Sperrungen: Schreckenmanklitzer Straße und Ruppenmanklitzer Straße (kurzzeitig während Starts und Landungen
  • Zeitraum: 25. März 2026; 8:30 bis 17:00 Uhr
  • Ausweichtermin: 26. März 2026
  • Umleitung: Über Ruppenmanklitzer Straße, max. 5 Minuten Wartezeit während Starts und Landungen
  • Anliegerverkehr frei: Kurzzeitige Vollsperrungen während Starts und Landungen mit zusätzlicher Absicherung durch Posten
  • Weitere Hinweise: Geschwindigkeit im Übungsbereich auf 10 km/h reduziert

Sicherheitswarnung für Zuschauer

Zu Ihrer eigenen Sicherheit bitten wir alle Zuschauer dringend, während der Übung einen ausreichenden Abstand zu den Einsatzorten und den Bewegungen der Hubschrauber einzuhalten. Der empfohlene Mindestabstand beträgt 150 Meter. Der Übungsbereich sowie die Flugzonen können potenziell gefährliche Situationen beinhalten, insbesondere bei Starts, Landungen und Materialverlegungen. Besonders bei Flugbewegungen in Bodennähe, wie beim Starten und Landen, entstehen starke Luftströme und Verwirbelungen. Diese können dazu führen, dass sich Gegenstände lösen oder lose Objekte durch die Luft geschleudert werden. Ein ausreichender Abstand schützt Sie vor diesen Risiken und sorgt dafür, dass die Übung sicher und störungsfrei ablaufen kann. Bitte beachten Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte, da Ihre Sicherheit für uns oberste Priorität hat.

(Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Ortsverband Lindenberg)