125 Jahre St. Severin: Ein Ort der gelebten Menschlichkeit

125 Jahre St. Severin: Ein Ort der gelebten Menschlichkeit
Ein stolzes Jubiläum durfte das Haus der Pflege St. Severin in Opfenbach feiern (v. l.): Einrichtungsleiterin Monika Merk, Bürgermeister Matthias Bentz, Alexander Grunewald (Geschäftsführer der Liebenau Lebenswert Alter), Pfarrer Martin Stefan Weber sowie Regionalleiter Bernd Reik. (Bild: Stiftung Liebenau)
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Das St. Severin in Opfenbach hat Geburtstag: Es besteht seit 125 Jahren und hat sich im Laufe der Jahrzehnte vom Armen- und Krankenhaus zum Haus der Pflege unter der Trägerschaft der Stiftung Liebenau entwickelt.

„Gelebte Menschlichkeit und Herzlichkeit werden bei uns großgeschrieben“, betonte Einrichtungsleiterin Monika Merk bei der Jubiläumsfeier.

Ins Dorfleben eingebunden

Nach einem Gottesdienst mit Pfarrer Martin Stefan Weber erinnerten Monika Merk, Bürgermeister Matthias Bentz sowie Regionalleiter Bernd Reik an die bewegte Geschichte des Hauses. St. Severin gehört zu Opfenbach, wie die Kirche und das Rathaus, ist fest in der Gemeinde verankert, ins Dorf- und Vereinsleben eingebunden und für viele Menschen mit persönlichen Erinnerungen und Geschichten verbunden.

Es gab Bewohner, die hier geboren sind, hier gearbeitet haben und schließlich auch hier gestorben sind. Wie das möglich ist? Es liegt an der vielfältigen Geschichte des Hauses, in welcher der Mensch stets im Mittelpunkt steht.

Der Trachtenverein Opfenbach gab einige Tänze beim Jubiläumsfest zum Besten.
Der Trachtenverein Opfenbach gab einige Tänze beim Jubiläumsfest zum Besten. (Bild: Stiftung Liebenau)

Eine soziale Errungenschaft

Die Geschichte des Hauses der Pflege St. Severin begann mit einem Drama: 1896 zündete eine verwirrte Bewohnerin das damalige Armenhaus an. Es brannte ab. Die politisch Verantwortlichen erkannten aber damals schon, wie wichtig soziale Einrichtungen auch in einer ländlichen Region sind, und beschlossen, trotz mancher Kritik, einen Neubau.

Dieser öffnete im Jahr 1898 – also vor genau 125 Jahren – erstmals seine Pforten. Die Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Vinzenz von Paul aus Augsburg übernahmen die Betreuung armer, kranker und alter Menschen. Träger des Hauses war damals die Kirchengemeinde Opfenbach mit ihrem Ortspfarrer Frommknecht.

Wechselvolle Geschichte

Seither hat das Haus St. Severin viele Höhen und Tiefen erlebt und entbehrungsreiche Zeiten, wie die beiden Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise, überstanden. 1991 mussten die Schwestern wegen Nachwuchsmangels ihr Engagement in Opfenbach beenden.

Die Gemeinde führte das Altenheim zeitweilig selbst weiter und suchte hierfür langfristig aber einen zuverlässigen Partner. Diesen fand sie in der Stiftung Liebenau. Sie übernahm 1996 die Trägerschaft und baute einige Jahre später das heutige Haus der Pflege, das im August 2004 eingeweiht wurde. Es bietet 53 Plätze und ist von einer familiären Atmosphäre geprägt, bei der auch der Kontakt zu Angehörigen eine wichtige Rolle spielt.

Grund zum Feiern: 125 Jahre Haus der Pflege St. Severin.
Grund zum Feiern: 125 Jahre Haus der Pflege St. Severin. (Bild: Stiftung Liebenau)

Besonderer Geist ist spürbar

Viele Menschen haben im Laufe der Zeit ein neues Zuhause dort gefunden. „Die Mitarbeiter ermöglichen ihnen ein würdevolles Leben im Alter“, erklärte Einrichtungsleiterin Monika Merk bei der Jubiläumsfeier. Sie hob zudem das große Engagement all derer hervor, die sich um die Senioren kümmern. Hier sei ein besonderer Geist spürbar, der Schutz, Geborgenheit und Liebe schenke.

(Pressemitteilung: Stiftung Liebenau)