Beim Hauptzollamt Singen wird es den Beamten nie langweilig. Ob Goldbarren, Drogen in besonders raffinierten Verstecken oder geladene Waffen im Handschuhfach – die Funde sind oft spektakulär. Hier ein paar Highlights.
Jede Person, die mit Barmitteln im Gesamtwert von 10.000 Euro oder mehr aus einem Nicht-EU-Staat (wie z.B. der Schweiz) nach Deutschland einreist oder aus Deutschland in einen Nicht-EU-Staat ausreist, muss diesen Betrag bei der Ein- oder Ausreise unaufgefordert bei der zuständigen deutschen Zollstelle schriftlich anmelden. An diese Regel halten sich viele Menschen nicht und werden daher vom Zoll oft rausgefischt.
Scharfe Schusswaffe im Handschuhfach
Was man in einem Handschuhfach eines PKWs so alles findet ist interessant und kann böse ausgehen. In einem Auto mit rumänischer Zulassung entdeckten Zollbeamte einen geladenen Revolver – ohne Erlaubnis. Ein 44-jähriger Mann täuschte bei der Entdeckung der Waffe gesundheitliche Probleme vor. Die ganze Show nutzte nichts, es kam zu einem Strafverfahren und der Revolver wurde beschlagnahmt.
Mitbringsel für die angebliche Oma: Drogen satt
17 Kilogramm Rauschgift wurde im Schwarzwald-Baar-Kreis entdeckt. Die Drogen waren raffiniert in einem speziell hergerichteten Hohlraum in einem Bretterstapel versteckt. Auf Befragen gab der 24-jährige Mann aus den Niederlanden gegenüber den Zöllnern an, er habe in der Schweiz nur seine kranke Oma besucht. Als die Zöllner die oberste Bretterreihe des Stapels entfernten, entdeckten sie zwei Taschen mit 12 Kilogramm Marihuana und 5 Kilogramm Cannabispaste.
Ein Auto voll Hochprozentigem
Im Landkreis Waldshut stießen die Zöllner auf Hochprozentiges im oberen Preissegment. In einem Fahrzeug waren 16 Flaschen Whisky im Wert von insgesamt über 10.000 Euro gebunkert. Die Fahrerin verneinte die Frage, ob sie Waren zu verzollen hätte. Das Peinliche: Die Kontrolleure konnten durch die Scheibe des Autos direkt auf den edlen Whisky blicken. Da eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 2.000 EUR für die zu erwartenden Abgaben nicht gezahlt werden konnte, wurden die Spirituosen sichergestellt. Dumm gelaufen.
Manchmal ist es doch Gold was glänzt
Bei einem aus der Schweiz kommenden Ehepaares stoßen Zöllner auf Goldbarren im Kofferraum. Mit einem Feingehalt von 999,9 % haben die glänzenden Teile laut dem Vermögensauszug einer Schweizer Bank einen Wert von über 106.000 Euro. Gegen das Ehepaar wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Hochpreisige Luxuskarosse
Auf einem Parkplatz an der Autobahn 81 wurde der Schmuggel eines Sportwagens im Wert von 90.000 Euro verhindert. Dabei hätte sich der Transporteur des Fahrzeugs viel Ärger ersparen können, wenn er zuvor auf die Zöllner gehört hätte. Denn der 30-jährige Pole fiel den Zöllnern bereits am Zollamt Bietingen auf. Dort versuchte er den auf seinem Autotransporter verladenen Sportwagen zunächst ohne die erforderlichen Zollformalitäten aus der Schweiz in die EU einzuführen.
Neuer Versuch und wieder kein Glück
Die Zöllner machten ihn darauf aufmerksam, dass für die Abfertigung des Fahrzeugs schriftliche Zollpapiere erforderlich wären. Daraufhin drehte der Mann mit seinem Autotransporter um und fuhr zurück in die Schweiz. Wenige Stunden später wurde ihm jedoch eine Zollstreife auf der Autobahn 81 zum Verhängnis, da der Mann mit seiner wertvollen Fracht offensichtlich einen anderen Grenzübergang zur Einreise nach Deutschland nutzte. Die erforderlichen Zollpapiere konnte er nicht vorlegen.
(Quelle: Hauptzollamt Singen)