Soziale Teilhabe stärken Präventionsnetzwerk in Singen stärkt Kinder- und Jugendchancen

Präventionsnetzwerk in Singen stärkt Kinder- und Jugendchancen
Jährlich findet eine Klausurtagung der Allianz für Kinder- und Jugendchancen statt, dieses Jahr am 2. Juli zum Thema Öffentlichkeitsarbeit. (Bild: Stadt Singen)
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Singen entwickelt sein Präventionsnetzwerk kontinuierlich weiter und setzt mit der Allianz für Kinder- und Jugendchancen auf gesellschaftliche Teilhabe. Ein KiJu-Fest am 10. Oktober informiert über die Angebote.

Seit fast 20 Jahren setzt Singen auf ein Präventionsnetzwerk, um Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihrer sozialen Situation die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Aus einem Runden Tisch, der 2008 ins Leben gerufen wurde, entstand im Zuge einer kontinuierlichen Weiterentwicklung im Jahr 2024 die Allianz für Kinder- und Jugendchancen. Neben der Stadt Singen engagieren sich verschiedene Träger der freien Wohlfahrtspflege, Schulen sowie das Landratsamt in dem Netzwerk.

Förderung bis 2028 gesichert

Jedes fünfte Kind in Baden-Württemberg gilt als armutsgefährdet. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Allianz das Ziel, Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildungs-, Freizeit- und Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Das Singener Präventionsnetzwerk wurde bereits vom damaligen Sozialminister Manne Lucha als Leuchtturmprojekt bezeichnet. Zudem soll Singen in einem geplanten landesweiten Informationsflyer als Beispiel vorgestellt werden.

Das Projekt wird mindestens bis August 2028 durch das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg gefördert.

KiJu-Karte eröffnet vielfältige Möglichkeiten

Ein zentrales Instrument für mehr Teilhabe ist die KiJu-Karte, die 2019 in Singen eingeführt wurde. Sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen unter anderem die Teilnahme an Angeboten der Jugendmusikschule, an Schwimmkursen, in Sportvereinen sowie an weiteren Freizeitangeboten.

Um das Angebot der gesamten Bevölkerung vorzustellen, findet am Samstag, 10. Oktober, von 11 bis 15 Uhr das KiJu-Fest (Kinder- und Jugendfest) in der Scheffelhalle statt. Besucher erwartet ein Programm mit Mitmachaktionen, Informationen und Angeboten rund um das Thema Kinder- und Jugendförderung.

Familien erhalten vielfältige Unterstützung

Für armutsgefährdete Familien mit kleinen Kindern spielen die 16 Familienberatungsstellen an den Kindertagesstätten eine wichtige Rolle, erläuterte Fachbereichsleiterin Leonie Braun. Ebenfalls von Bedeutung sei SinFab, ein Programm mit Elternmentoren für Familien.

Mirja Zahirovic von Kinderchancen, die gemeinsam mit Dr. Armin Sehrer von der Stadt Singen die Allianz für Kinder- und Jugendchancen koordiniert, hob außerdem das Gesunde Frühstück hervor. Dieses erreicht wöchentlich mehr als 450 Kinder und Jugendliche. Hinzu kommt die inzwischen zwölfte Schulranzen-Aktion, bei der 188 Kinder in Singen sowie rund 300 Kinder im Landkreis Konstanz ausgestattet wurden.

Präventionskonzept bündelt Angebote

Nach Einschätzung von Zahirovic zeigt sich der Erfolg der Präventionsarbeit nicht nur in der direkten Unterstützung von Kindern und Familien. Über viele Jahre seien Vertrauen und belastbare Netzwerke entstanden, die heute die Grundlage der Allianz bilden. Auch Dr. Armin Sehrer sieht in der engen Zusammenarbeit von Steuerungsgruppe, Rundem Tisch und gemeinsamer Netzwerkkoordination einen entscheidenden Erfolgsfaktor.

Das im Jahr 2025 erarbeitete Präventionskonzept stellt die bestehenden Angebote in Singen in einer Präventionskette nach Altersgruppen dar. Dabei seien weder Versorgungslücken noch Doppelstrukturen festgestellt worden, betonte Fachbereichsleiterin Leonie Braun.

(Quelle: Stadt Singen)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.