Konstanz: Nachhaltige Stadtentwicklung mit Digitalisierung

Experten unterschiedlicher Disziplinen haben beim Smart Green City Forum am 24. November gemeinsam mit interessierten Konstanzer Bürger den Beginn der Umsetzung der Smart Green City-Projekte gefeiert.
Experten unterschiedlicher Disziplinen haben beim Smart Green City Forum am 24. November gemeinsam mit interessierten Konstanzer Bürger den Beginn der Umsetzung der Smart Green City-Projekte gefeiert. (Bild: Stadt Konstanz)

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Anwendungen für Konstanz, die den lokalen Anforderungen gerecht werden: Das ist das Ziel der Projekte, welche die Stadt im Rahmen des Programms Smart Green City unter anderem mit der Universität und HTWG, den Stadtwerken oder den Entsorgungsbetrieben durchführt.

Die Stadt nimmt die hierfür ausgewählten, vielseitigen Digitalisierungsprojekte selbst in die Hand, um im Sinne der KonstanzerInnen Entscheidungen auf der Basis der eigenen Daten treffen zu können – unabhängig von großen Playern und anderen Anbietern, mit lokalem Knowhow und echtem Interesse an der Stadt.

„Es gibt keine nachhaltige Entwicklung einer Stadt ohne Digitalisierung. Die klimaneutrale Stadt ist nur denkbar mit Hilfe von Digitalisierung“, unterstrich Oberbürgermeister Uli Burchardt die Bedeutung des Programms Smart Green City beim Forum am 24. November.

Das Herzstück für die Projekte der Smart Green City ist die Klimadatenplattform. Sie sammelt für das Stadtgebiet Klima- und Umweltdaten. Dazu werden diese Woche Wettersensoren im Stadtgebiet angebracht. Die daraus folgenden Erkenntnisse helfen, die örtlichen Folgen des Klimawandels frühzeitig zu erkennen und die Wirksamkeit von städtischen Maßnahmen zu bewerten.

Ein weiteres Projekt hilft Personen mit Einschränkungen in ihrer Mobilität, bestmöglich und angepasst auf individuelle Bedürfnisse durch die Stadt zu navigieren: die inklusive Routenplanung. Schon bei der Planung der Wege zum Ziel kann die Wegbeschaffenheit zum Beispiel auf Kopfsteinpflaster oder andere Hindernisse wie Bordsteinkanten oder Baustellen geprüft werden.

Neben einem neuen Angebot zur BürgerInnenbeteiligung finden sich auch Projekte, die das Verkehrsproblem der Konstanzer Innenstadt aktiv angehen. Insgesamt 19 Projekte sollen in den kommenden Wochen starten.

„Wir haben ein intensives Jahr der strategischen Planung hinter uns. Gemeinsam mit den Konstanzerinnen und Konstanzern haben wir Projektideen gesammelt und ausgearbeitet. Jetzt freuen wir uns, mit der Umsetzung der Projekte zu beginnen“, so Programmleiterin Dr. Christin Wohlrath.

Die von der Stadt Konstanz beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen vorgelegte Smart Green City-Strategie 2.0 erzielte mit einer vollumfänglichen Förderzusage das bestmögliche Prüfergebnis. Aufgrund der angespannten städtischen Haushaltslage sind 15,5 Mio. Euro für das Programm vorgesehen; 3,6 Mio. Euro davon stammen aus dem städtischen Haushalt, der Rest wird durch Drittmittel und vom Bund finanziert.

(Pressemitteilung: Stadt Konstanz)