HSG Konstanz: Rückkehr in die Schänzle-Hölle zum vorletzten Heimspiel

HSG Konstanz: Rückkehr in die Schänzle-Hölle zum vorletzten Heimspiel
Michel Stotz im Hinspiel gegen Neuhausen. (Bild: Michael Elser)

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Vorletztes Heimspiel der regulären Saison: Zum SÜDKURIER-Spieltag mit großem Rahmenprogramm kehrt die HSG Konstanz nach vier Wochen ohne Heimspiel und drei Auftritten hintereinander in der Fremde wieder zurück in die Schänzle-Hölle. Dort kann sie gegen den TSV Neuhausen/Filder am Samstag, 20 Uhr, einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga machen.

Nach drei Auswärtsspielen zurück im eigenen Hexenkessel

Ungewöhnlich lange war es in den letzten Wochen ruhig in der sonst so stimmungsvollen Schänzle-Hölle geworden. Ausschließlich auf Reisen waren die Konstanzer mit ihren vielen Fans und sorgten dort für Gänsehautstimmung. Groß ist nun die Vorfreude darauf, wieder den eigenen Hexenkessel füllen zu können und die gelb-blaue Wand im Rücken zu haben.

Für einen wichtigen Schritt in Richtung großes Saisonziel Meisterschaft und Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Dass die HSG dazu jedoch erst noch ihre Hausaufgaben erledigen muss und dazu einige schwere Brocken aus dem Weg räumen muss, zeigte die Niederlage in Pfullingen nach „keinem sonderlich guten Spiel von uns“, so HSG-Coach Jörg Lützelberger.

Wertvolle Lektion in Pfullingen

Dies in Verbindung mit einem hochmotivierten, starken Gegner, der über sich hinauswuchs und „harten Entscheidungen in ungünstigen Momenten“ (Lützelberger) führte letztlich zur verdienten Niederlage. Das Momentum hätte in einigen Situationen zwar auf Konstanzer Seite kippen können, so beispielsweise als das Lattenkreuz die Führung vom Siebenmeterpunkt verhinderte. Doch der Handball bewegt sich nicht im Konjunktiv und die Konstanzer brennen bei der ersehnten Rückkehr in die eigene Halle auf die richtige Reaktion.

„Wir waren in diesem Kontext an diesem Abend nicht gut genug“, hält der 38-Jährige fest. Letztlich war diese schwere Prüfung mit all ihren erschwerenden Begleitumständen jedoch genau die Vorbereitung, die die junge Mannschaft vor den wichtigen Spielen am Samstag und in den nächsten Wochen noch einmal eine wichtige Lektion spüren ließ. Lützelberger: „Das schärft nochmal die Sinne, ohne dass wir alles hinterfragen müssen.“

Leidenschaft und Wille am Anschlag

Gegen Neuhausen wird die in dieser Spielzeit bestens bekannte Ausgangsposition erneut eine hochkonzentrierte und gute Leistung erfordern, um die zwei Punkte in Konstanz zu behalten. Auch Neuhausen wird wie alle anderen Gegner völlig befreit gegen den Spitzenreiter antreten und, so ist sich der EHF-Mastercoach sicher, „seine Topleistung auf die Platte bringen.“

Aus dieser Position heraus lässt es sich bedeutend einfacher auftreten – doch für den ehemaligen Bundesligaprofi soll jetzt, in der finalen Phase der Saison, die eigene Position mit den Möglichkeiten, Großes erreichen zu können, umso mehr auf dem Spielfeld erkennbar sein. „Wir wollen ausstrahlen, wo wir stehen“, sagt er. „Dass wir in den Punkten Leidenschaft und Wille am Anschlag sind, dass das zu sehen und zu spüren ist.“ Alles investieren und aus einer guten Saison eine erfolgreiche machen ist das, was er als klares Ziel verfolgt.

Drei prägende Topspieler bei Neuhausen

Schon das Duell mit dem TSV Neuhausen/Filder wird es in sich haben. Der Tabellenzehnte konnte in dieser Saison schon einige Favoriten ärgern, knöpfte etwa dem HC Oppenweiler/Backnang einen Punkt ab und war gegen die anderen Topteams dicht an weiteren Überraschungen dran. „Neuhausen hat eine gestandene Mannschaft mit ordentlich Qualität“, warnt Lützelberger trotz gemischter Ergebnisse der selbsternannten „Mad Dogs“ in den letzten Wochen.

Allen voran die erfahrenen Haudegen Hannes Grundler (elftbester Torschütze der Liga), Timo Durst (zweitbester Torschütze der Liga) und Simon Kosak (Platz 15 der Liga-Torschützenliste) gehören zu den absoluten Topspielern der 3. Liga. Die prägenden Köpfe führen das Team mit 193 Treffern (Durst), 147 (Grundler) und Kreisläufer Simon Kosak (126 Tore) an. Zusammen kommen die drei Leistungsträger auf 466 Saisontore – mehr als die Hälfte der 846 erzielten Tore des TSV Neuhausen/Filder in dieser Spielzeit.

„Mit 60 Minuten Vollgas wollen wir uns diese zwei Punkte holen“

„Neuhausen kommt über das Tempo“, weiß der Konstanzer Übungsleiter und fügt an: „Dass sie Handball spielen und jedem Gegner Punkte abnehmen können, haben sie gezeigt.“ Doch in einem der letzten Heimspiele der Saison will man zusammen mit den lautstarken HSG-fans eine Reaktion auf die Platte bringen, mit Tempo und gutem Handball. Lützelberger: „Mit 60 Minuten Vollgas wollen wir uns diese zwei Punkte holen.“

Großes Rahmenprogramm beim Südkurier-Spieltag

Darüber hinaus ist in Kooperation mit dem langjährigen HSG-Partner SÜDKURIER wieder allerhand geboten: Im Foyer gibt es am Glücksrad und Infostand jede Menge tolle Sofortgewinne und kostenlose Abos abzustauben. Die Cheerleader der HSG werden zudem zu Beginn der Halbzeit 200 kleine Bälle in das Publikum werfen. Alle Bälle dürfen behalten werden. 10 der Bälle sind zusätzlich besonders gekennzeichnet, mit denen die Gewinner sich nach dem Spiel direkt vor der Pressekonferenz einen hummel-Ball mit allen Unterschriften der HSG-Spieler auf dem Spielfeld abholen dürfen.

Livestream und Tickets

Alle Spiele der 3. Liga werden live auf Sportdeutschland.tv (SDTV) und hsgkonstanz.de/livestream übertragen, bei den Heimspielen der HSG Konstanz powered by Stadtwerke Konstanz. So kostet jedes Spiel der 3. Liga einzeln fünf Euro, per Team-Pass können aber auch alle Auswärts- und Heimspiele in der Rückrunde (ohne Aufstiegsspiele) einer Mannschaft für 35 Euro oder für 45 Euro über den Saison-Pass alle Spiele der 3. Liga (ohne Aufstiegsrunde) erworben werden. Die Nutzer können bei jedem Kauf bestimmen, welcher Club an den Erlösen beteiligt werden soll. Daher ganz wichtig: Bitte die HSG Konstanz unterstützen und auf die richtige Auswahl des Tickets achten. Vielen Dank!

Tickets sind über hsgkonstanz.de/tickets 1,50 Euro vergünstigt gegenüber der Abendkasse erhältlich.

(Vereinsmitteilung: Andreas Joas, HSG Konstanz)