Jahresbericht vorgestellt Stiftung Liebenau investiert Millionen und fordert Sozialreformen in Meckenbeuren

Stiftung Liebenau investiert Millionen und fordert Sozialreformen in Meckenbeuren
Dr. Markus Nachbaur (links) und Dr. Berthold Broll präsentieren den Jahresbericht 2025. (Bild: Stiftung Liebenau)
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Die Stiftung Liebenau legt ihren Jahresbericht 2025 vor und investiert weiter in Pflege, Digitalisierung und neue Angebote. Gleichzeitig fordert der Vorstand Reformen im Sozial- und Gesundheitswesen.

Mit einem zufriedenstellenden Jahresergebnis, Investitionen von rund 89 Millionen Euro und neuen Angeboten im In- und Ausland setzt die Stiftung Liebenau ihren Wachstumskurs fort. Der gemeinsam mit der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in Kißlegg veröffentlichte Jahresbericht 2025 zeigt, dass die Stiftung ihre Zukunftsfähigkeit weiter ausbaut. Zugleich appelliert der Vorstand an die Politik, die begonnenen Reformen im Sozial- und Gesundheitswesen konsequent fortzuführen und staatliche Hilfen gezielter einzusetzen.

Millioneninvestitionen in Mitarbeitende und Infrastruktur

„Wir haben wirtschaftlich solide abgeschlossen. Das ist keine Selbstverständlichkeit angesichts der hohen Belastungen der vergangenen Jahre. Es zeigt, dass unsere Maßnahmen zur Personalgewinnung, die konsequente Weiterentwicklung unserer Strukturen und ein vorausschauendes Finanzmanagement Wirkung entfalten“, sagt Vorstand Dr. Markus Nachbaur.

Das wirtschaftliche Ergebnis ermögliche es, weiterhin gezielt in Mitarbeitende, Dienstleistungen, Einrichtungen und die Digitalisierung zu investieren, um die Versorgung und Betreuung langfristig zu sichern.

Mehr als 10.380 Mitarbeitende im Stiftungsverbund

Mit inzwischen mehr als 10.380 Mitarbeitenden im Stiftungsverbund mit der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und Standorten in 133 Kommunen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien, Bulgarien und der Slowakei zählt die Stiftung Liebenau zu den größten Sozialunternehmen Süddeutschlands.

Neue Pflegeeinrichtungen, Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen, moderne Arbeitsplätze und der Ausbau der digitalen Infrastruktur stehen nach Angaben der Stiftung für eine langfristig angelegte Entwicklung. Im vergangenen Jahr investierte der Verbund rund 89 Millionen Euro. Die Erlöse beliefen sich auf rund 727 Millionen Euro, der Personalaufwand lag bei 414 Millionen Euro.

Stiftung fordert weniger Regulierung

Neben der wirtschaftlichen Entwicklung sieht sich die Stiftung auch als Impulsgeberin für die Weiterentwicklung des Sozialstaats. Nach Auffassung des Vorstands sind grundlegende Reformen notwendig, um die Leistungsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme dauerhaft zu erhalten.

Vorstand Dr. Berthold Broll erklärt: „Unser Sozialsystem braucht viel weniger Regulierung, mehr Vertrauen in die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Einrichtungen und eine konsequente Ausrichtung auf die Menschen, die Unterstützung benötigen. Die vorhandenen Mittel müssen effizient eingesetzt werden und bei den Menschen ankommen.“

Reformvorschläge in die politische Diskussion eingebracht

Mit einem sozialpolitischen Thesenpapier hatte die Stiftung ihre Reformvorschläge bereits frühzeitig vorgestellt. Sie setzt sich unter anderem für den Abbau von Überregulierung, eine stärkere Ausrichtung von Unterstützungsleistungen auf besonders hilfebedürftige Menschen, mehr Eigenverantwortung sowie eine bessere Verzahnung der Bereiche Sozial- und Gesundheitswesen ein.

„Gerade in Zeiten großer gesellschaftlicher Veränderungen dürfen wir Zukunft nicht verwalten, sondern müssen sie gestalten“, betonen die beiden Vorstände. „Deshalb investieren wir konsequent in Menschen, Innovationen und gute Rahmenbedingungen. Unser Ziel ist eine soziale Infrastruktur, die auch morgen leistungsfähig, verlässlich und menschlich bleibt.“

Umbau des Hegenbergs als größtes Zukunftsprojekt

Das größte Vorhaben der kommenden Jahre ist der Umbau des vor rund 50 Jahren als Kinderdorf errichteten Hegenbergs. Dafür investiert die Stiftung Liebenau rund 40 Millionen Euro. Der traditionsreiche Standort soll zu einem Fach- und Kompetenzzentrum für Menschen aller Altersstufen mit komplexem Hilfebedarf weiterentwickelt werden.

(Quelle: Stiftung Liebenau)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.