Das Forstamt des Bodenseekreises ruft Einheimische und Urlaubsgäste zu einem rücksichtsvollen Verhalten in der Natur auf. Besonders in der Sommer- und Ferienzeit benötigen viele Wildtiere Ruhe und geschützte Rückzugsorte.
Der Bodenseekreis ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, sondern auch Lebensraum zahlreicher heimischer Wildtiere. Während der Sommermonate ziehen viele Tiere ihren Nachwuchs auf oder sind auf ungestörte Rückzugsorte angewiesen. Dazu zählen unter anderem Rehe, Feldhasen, Füchse und zahlreiche Vogelarten.
Störungen bedeuten Stress für Wildtiere
Schon das Verlassen ausgewiesener Wege, freilaufende Hunde oder unnötiger Lärm können Tiere aufschrecken und zur Flucht veranlassen. Besonders Jungtiere und bodenbrütende Vogelarten sind dadurch gefährdet.
Hinzu kommt die sommerliche Hitze. Viele Wildtiere suchen schattige und ruhige Bereiche auf und vermeiden unnötige Bewegungen, um Energie und Wasser zu sparen. Jede Störung kostet zusätzliche Kraft und erhöht den Wasserbedarf. Gerade in heißen und trockenen Phasen kann dies vor allem junge oder geschwächte Tiere stark belasten.
Forstamt gibt Verhaltenstipps
Das Forstamt empfiehlt deshalb, auf ausgewiesenen Wegen zu bleiben, Rückzugsbereiche zu respektieren und Hunde anzuleinen. Außerdem sollten keine Abfälle in der Natur zurückgelassen werden. Essensreste und Müll können Wildtiere anlocken, Krankheiten übertragen oder für Tiere zur Gefahr werden.
Wer sich rücksichtsvoll verhält, trägt dazu bei, dass Menschen die Natur genießen können und Wildtiere gleichzeitig den Schutz und die Ruhe finden, die sie benötigen.
(Quelle: Landratsamt Bodenseekreis)