Regine Kämper-Brecht wird für ihr langjähriges Engagement im Bereich Integration und für das Gemeinwohl mit der Bürgermedaille der Stadt Ochsenhausen ausgezeichnet. Bürgermeister Philipp Bürkle überreicht die zweithöchste Ehrung der Stadt im Kloster Ochsenhausen.
Im Fruchtkasten des Klosters Ochsenhausen hat Bürgermeister Philipp Bürkle Regine Kämper-Brecht im Beisein zahlreicher Gäste und langjähriger Wegbegleiter mit der Bürgermedaille der Stadt ausgezeichnet. Die studierte Übersetzerin erhält die Ehrung insbesondere für ihren langjährigen Einsatz im Bereich Integration sowie für ihr vielfältiges ehrenamtliches Engagement.
Laudatio würdigt Einsatz für junge Menschen
In ihrer Laudatio bezeichnete die Rektorin des Gymnasiums Ochsenhausen, Elke Ray, die Geehrte als „Perlentaucherin“. Sie glaube daran, dass selbst in einer unscheinbaren Muschel etwas Kostbares verborgen liege, und helfe jungen Menschen dabei zu erkennen, „dass in ihnen etwas Wertvolles steckt“.
Nach den Worten der Laudatorin vermittle Regine Kämper-Brecht nicht nur die deutsche Sprache, sondern schenke jungen Menschen „einen Anfang“. Sie unterstütze Jugendliche weit über den Unterricht hinaus – etwa bei der Suche nach Ausbildungs- und Wohnplätzen, bei Arztterminen und Behördengängen oder begleite sie auch ins Kino. Für das Kollegium des Gymnasiums sei sie eine große Bereicherung und sehe „nicht zuerst das, was fehlt, sondern das, was werden kann“. Die Auszeichnung habe sie sich verdient, „weil Sie jungen Menschen Hoffnung geben und ein Vorbild an Mitmenschlichkeit sind“.
Zweithöchste Auszeichnung der Stadt
Für ihr herausragendes Engagement, unter anderem als langjährige Vorsitzende des Bürgervereins OX21, erhielt Regine Kämper-Brecht die Bürgermedaille der Stadt Ochsenhausen. Bürgermeister Philipp Bürkle erinnerte daran, dass der Gemeinderat die Auszeichnung im Jahr 1980 für besonders verdiente Bürger geschaffen hatte.
Die Bürgermedaille ist ein Nachdruck des Siegels des Priorats Ochsenhausen und wird gemeinsam mit einer Urkunde verliehen. Sie ist nach der Ehrenbürgerwürde die zweithöchste Auszeichnung der Stadt. Nach der festgelegten Definition gelte als besonders verdiente Bürgerin eine Frau, die sich durch außergewöhnliche und nachhaltige Verdienste um das Gemeinwohl in herausragender Weise ausgezeichnet habe. Dieses Wirken habe Elke Ray in ihrer Laudatio eindrucksvoll beschrieben.
Dank und Aufruf zum Mitmachen
In ihrem Schlusswort bedankte sich Regine Kämper-Brecht bei ihren zahlreichen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern, denen sie die Auszeichnung widmen wollte. Zugleich rief sie alle Bürgerinnen und Bürger – unabhängig davon, ob sie in Ochsenhausen geboren oder zugezogen seien – dazu auf, sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Ihr Fazit: Es zahle sich zwar nicht aus, aber es lohne sich.
(Quelle: Stadt Ochsenhausen)