Die Macher der Comedy-Serie „Tschappel“ haben gleich zwei Coups gelandet, sie wurden für den Talentpreis beim Carl Laemmle-Produzentenpreis und auch für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Beste Comedy-Serie nominiert.
Die Nachricht hat es in sich, denn sie ist ein echter Knaller für die beiden aus Zußdorf stammenden Cousins Paul und Marius Beck. Das Gespann mit ihrem Team hat mit ihrer Comedy-Serie bei den Zuschauern von ZDF (Stream) und ZDFneo für Furore gesorgt. Die Nominierungen sind schon jetzt eine großartige Auszeichnung für die aus Oberschwaben stammenden Filmemacher. Mitfiebern werden auch die beiden Ko-Produzenten Charlotte Groth und Max Greil (LAX Entertainment). Bernd Gnann, der in der Serie den knorrigen Vater des Filmhelden Carlo spielt, ahnte wohl den Erfolg und orakelte am Premierenabend dem Berichterstatter gegenüber: „Wir Oberschwaben machen mit der Serie so richtig auf uns aufmerksam, wir können nämlich etwas!“
Das Jury-Statement zur Nominierung zeigt den ganzen Respekt vor dem Projekt: „Mit TSCHAPPEL gelingt Paul & Marius Beck weit mehr als eine regionale Comedy-Serie: Eine pointiert erzählte, visuell starke Sitcom mit hohem Production Value – trotz kleinem Budget. Als Produzenten prägen sie das Projekt inhaltlich wie strukturell, bauen ein tragfähiges Netzwerk vor Ort auf und beweisen, dass Nachwuchsproduktion und professionelle Serienherstellung kein Widerspruch sind.“
Schon in wenigen Tagen wird es spannend, denn die Preisverleihung findet am Freitag, 19. September, im festlichen Ambiente des Schlosses Großlaupheim statt. Laupheim ist die Geburtsstadt Carl Laemmles und zieht mit der Preisverleihung jährlich über 400 prominente Gäste aus Filmbranche, Politik, Wirtschaft und Medien an. Auf die feierliche Gala folgt ein Empfang.
Der Preis und sein Namensgeber
Der Carl Laemmle Produzentenpreis wurde erstmals im Jahr 2017 anlässlich des 150. Geburtstags des Filmpioniers und Erfinders von Hollywood Carl Laemmle durch die Produktionsallianz gemeinsam mit Carl Laemmles Geburtsstadt Laupheim ins Leben verliehen.
Carl Laemmle, geb. am 17. Januar 1867 in Laupheim, gehört zu den erfolgreichsten und innovativsten Filmproduzenten seiner Zeit. Mit der Eröffnung der Universal City Studios in Los Angeles am 15. März 1915 begründet er Hollywood, die größte und wichtigste Filmmetropole der Welt. Bis 1936 produzierte er unzählige Filme, darunter „Der Glöckner von Notre Dame“, „Das Phantom der Oper“ oder „Im Westen nichts Neues“, wofür er 1930 den Oscar entgegennahm. Danach machte Universal mit Filmen wie „Dracula“ und „Frankenstein“ das Genre des Horrorfilms salonfähig.
Deutscher Fernsehpreis
Der Deutsche Fernsehpreis ist ein Fernsehpreis, dessen Einführung im Oktober 1998 von den Fernsehsendern Das Erste, ZDF, RTL und Sat.1 beschlossen wurde. Die erste Verleihung fand am 2. Oktober 1999 in Köln statt, seitdem findet, mit einer Ausnahme, jährlich eine Verleihung statt. Seither gab es eine Neugründung (2014) und Veränderungen (2020/2021). Am Ziel des Deutschen Fernsehpreises hat sich nichts geändert. Mit dem Preis soll die Qualität des deutschen Fernsehprogramms gefördert und hervorragende Leistungen für das Fernsehen gewürdigt werden.
TSCHAPPEL ist dabei
Auch hier wurde TSCHAPPEL in der Kategorie Beste Comedy nominiert. Auf der Homepage des Deutschen Fernsehpreises wird zur Serie vermerkt: „Teenager Carlo hat sein Leben in der oberschwäbischen Provinz nicht wirklich im Griff. Das ist für ihn selbst alles andere als erfreulich, für das Publikum hingegen umso mehr. Denn „Tschappel“ sprüht nur so vor skurrilen Einfällen, Wortwitz und Situationskomik. Dem hervorragenden Cast ist es zu verdanken, dass das Ganze aber nie ins Alberne abdriftet. Auch das Dorfleben wird bemerkenswert liebevoll, wenn auch dezent überzeichnet dargestellt. Gaststars wie Harald Schmidt oder Tijan Marei runden den gelungenen Gesamteindruck ab.“
Preisverleihung am 10. September
Die Gala des Deutschen Fernsehpreises, in der Preise für das Beste aus TV und Streaming in 29 Kategorien verliehen werden, zeigt das ZDF am Mittwoch, 10. September, ab 20.15 Uhr.
Für die Oberschwaben und alle Fans von Tschappel heißt es jetzt ganz feste die Daumen drücken, damit die Macher aus Oberschwaben tatsächlich wenigstens einen der beiden Preise abräumen.