Die Kreissparkasse Biberach schließt zum 30. September drei SB-Standorte im Landkreis. Als Gründe nennt sie hohe Unterhaltskosten und eine geringe Nutzung.
Von der Entscheidung betroffen sind ausschließlich Selbstbedienungsstellen ohne Beratungscenter. Die Kreissparkasse verwies zugleich auf ihr bestehendes Filialnetz und alternative Geschäftsstellen, die von den betroffenen Orten aus erreichbar sind.
Zum 30. September 2026 werden die SB-Standorte in Biberach-Sandberg, Laupertshausen und Ringschnait geschlossen. Als einen Grund nannte das Kreditinstitut zunehmende Unterhaltskosten aufgrund neuer Sicherheitskonzepte. Auswertungen hätten zudem ergeben, dass die drei Standorte nur wenig frequentiert seien. Keines der dort zur Verfügung gestellten Geräte arbeite ansatzweise kostendeckend.
„Uns ist die Entscheidung nicht leichtgefallen, aber wir sind es unseren Kundinnen und Kunden schuldig, auf Augenmaß zu wirtschaften. Die Instandhaltung der SB-Standorte steht in keinem Verhältnis zu dem Mehrwert, den wir an nächstgelegenen Standorten mit Beratung und Service aufwerten können“, erklärt Martin Bücher, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Biberach, den Beschluss für die Schließungen.
Andere Filialen innerhalb von zehn Minuten
Als weiteren Grund für die Entscheidung führte die Kreissparkasse ihr dichtes Filialnetz an. Die jeweils nächste Geschäftsstelle sei mit dem Pkw innerhalb von zehn Minuten von den betroffenen Standorten erreichbar. Beratung und Service sind nach Angaben der Sparkasse weiterhin über die verbleibenden Filialen, Online- und Mobile-Banking sowie den telefonischen Kundenservice gewährleistet.
Für Kunden des Standorts Biberach-Sandberg stehen die Hauptstelle Biberach am Zeppelinring 27–29 sowie die Geschäftsstelle Biberach in der Birkendorfer Straße 28 zur Verfügung.
Von Ringschnait aus befinden sich die nächsten Filialen in Ummendorf, Biberacher Straße 22, sowie in Ochsenhausen, Schloßstraße 8. Für Laupertshausen ist die Geschäftsstelle Maselheim in der Kronenstraße 1 die nächstgelegene Filiale.
Investitionen in bestehende Geschäftsstellen
Nach den Schließungen verfügt die Kreissparkasse Biberach weiterhin über 39 Standorte. Das bestehende Filialnetz werde fortlaufend modernisiert. Zuletzt wurde die Geschäftsstelle in Ertingen saniert, während für die Filiale in Riedlingen aktuell eine umfassende Sanierung läuft.
Darüber hinaus ist der Neubau einer Geschäftsstelle in Maselheim geplant. In Erolzheim entsteht ein neues Gebäude mit Mietwohnungen, und auch in der Hauptstelle in Biberach sollen noch in diesem Jahr Bauarbeiten beginnen. Mit den Investitionen in ihre Geschäftsstellen verfolgt die Kreissparkasse nach eigenen Angaben das Ziel, ihren Kunden mehr Service zu bieten. Die Bündelung der Ressourcen soll das Angebot an den verbleibenden Standorten stärken.
„Wir bleiben nah am Kunden. Die Schließungen geben uns die Möglichkeit, unsere verbleibenden Filialen zu stärken, schneller digital zu unterstützen und gleichzeitig eine hohe Servicequalität zu sichern. Beratung und individuelle Lösungen stehen für uns weiterhin im Mittelpunkt“, resümiert Bücher.
(Quelle: Kreissparkasse Biberach)