Landesbauernverband in Baden-Württemberg bezieht Stellung zu Protesten in Biberach

Landesbauernverband in Baden-Württemberg bezieht Stellung zu Protesten in Biberach
Proteste im Vorfeld des politischen Aschermittwochs der Grünen vor der Stadthalle in Biberach. (Bild: David Nau/dpa)

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Der Landesbauernverband in Baden-Württemberg sowie die hiesigen Kreisbauernverbände hatten nicht zu den Protesten am Aschermittwoch in Biberach aufgerufen und waren nicht in deren Organisation involviert. Angaben dazu, wer hinter den Protesten steht und dazu aufgerufen hat, können seitens des Landesbauernverbandes nicht gemacht werden.

Der Bauerverband hat bei allen Kundgebungen der letzten Wochen und Monate stets folgende Punkte betont: „Wir setzen auf den großen Rückhalt in der Bevölkerung und wollen diesen nicht verlieren! Wir haben gute Argumente, die im Mittelpunkt stehen und die wir erklären und vertreten. Wir unterstützen Rettungs- und Pflegedienste, Feuerwehren und Ordnungskräfte. Wir halten uns an Recht und Gesetz und insbesondere an die Spielregeln für Demonstrationen und Veranstaltungen. Wir sind ein Verband, der die demokratischen Gepflogenheiten wahrt. Persönliche Angriffe, Beleidigungen, Bedrohungen, Nötigungen oder gar Gewalt sind für uns ein No-Go!“

„Dort wo von Kundgebungsteilnehmern verbale Entgleisungen, Bedrohungen oder gar Gewalt ausgegangen ist, distanzieren wir uns als Bauernverband ganz klar von solchen Vorfällen. Wir standen immer und stehen nach wie vor für friedlichen und demokratischen Protest“, so Roswitha Geyer-Fäßler, Vizepräsidentin des Landesbauernverbandes in Baden-Württemberg. „Es ist schade, dass die Veranstaltung der Grünen nicht stattfinden konnte, schließlich hätte sie uns Gelegenheit gegeben, unsere Forderungen innerhalb der Partei zu diskutieren “ stellt Geyer-Fäßler klar.

Trotz des abgesagten Parteitages konnte der Bauernverband mit Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir ein Gespräch führen, an dem auch Vizepräsidentin Geyer-Fäßler teilnahm. Seit mehreren Wochen hatten sich die hiesigen Kreisbauernverbände um einen Gesprächstermin mit Cem Özdemir im Rahmen des Politischen Aschermittwoch in Biberach bemüht.

Karl Endriß und Martina Magg-Riedesser, Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Biberach-Sigmaringen bestätigen: „Wir begrüßen es, dass das Gespräch trotz allem stattfinden konnte. Wir konnten Minister Özdemir all unsere Forderungen und Wünsche vortragen und bedanken uns für den konstruktiven Austausch“ Mit ihnen waren fünf weitere Vertreter des Bauernverbandes beim Gespräch dabei.

(Pressemitteilung: Landesbauernverband in Baden – Württemberg e.V.)

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