Meilenstein für den Campus Hochschule Biberach eröffnet interdisziplinäres Modellbau-Zentrum auf dem Campus

Hochschule Biberach eröffnet interdisziplinäres Modellbau-Zentrum auf dem Campus
Prof. Benedikt Bosch, Studiengang Architektur (Bild: HBC)
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Mit einem Symposium hat die Hochschule Biberach ihr neu strukturiertes Modellbau-Zentrum eröffnet. Die Einrichtung gilt als erster Meilenstein des Projekts „Campus Zukunft Biberach“.

Die Hochschule Biberach (HBC) hat in der vergangenen Woche ihr neu strukturiertes interdisziplinäres Modellbau-Zentrum mit einem wissenschaftlich-künstlerischen Symposium eröffnet. Unter dem Titel „Werkstattgespräche über das Machen“ diskutierten Fachleute aus Architektur, Gestaltung und Lehre über die Bedeutung von handwerklichem und digitalem Arbeiten im Entwurfsprozess.

Dem Symposium ging eine feierliche Einweihung voraus. Dabei hoben Rektor Prof. Dr.-Ing. Matthias Bahr und Kanzler Thomas Schwäble die Bedeutung des Projekts für die Hochschule hervor. Das Modellbau-Zentrum ist Teil des Projekts „Campus Zukunft Biberach“, das in den kommenden Jahren weiterentwickelt werden soll.

„Als Pilothochschule für einen klimaneutralen Campus des Landes Baden-Württemberg nutzen wir das Zusammenspiel von energetischer Sanierung und räumlicher Flexibilisierung“, erklärte Kanzler Thomas Schwäble. Entstanden sei ein interdisziplinäres Zentrum für analogen und digitalen Werkstattbetrieb als moderne Infrastruktur im Bestand.

Rektor Matthias Bahr betonte zudem die neue Sichtbarkeit der Hochschularbeit. Durch die Lage im Erdgeschoss könnten auch Passantinnen und Passanten Einblicke in die Lehre erhalten. Die Hochschule werde dadurch nahbarer.

Analoge und digitale Werkstätten unter einem Dach

Seit dem Sommersemester 2026 bündelt das Modellbau-Zentrum die Werkstatt für analogen Modellbau, die Werkstatt für Formenbau und Guss, die Werkstatt für digitalen Modellbau sowie das Fotoatelier in einer gemeinsamen hochschulweiten Einrichtung.

Professor Benedikt Bosch, Professur für Konstruktion und Entwerfen im Studiengang Architektur und wissenschaftlicher Leiter des Zentrums, erläuterte das Konzept. Die Einrichtung stehe allen Studiengängen offen und ermögliche die systematische Verknüpfung analoger und digitaler Werkzeuge in Lehre und Forschung.

Dadurch sei ein gemeinsamer Ort entstanden, an dem handwerkliche, digitale und experimentelle Praxisformate sichtbar und vergleichbar würden.

Architektur zwischen Handwerk und Entwurf

Im Anschluss an die Eröffnung diskutierten Architektinnen und Architekten, Gestalterinnen und Gestalter sowie Lehrende und Studierende über das Verhältnis von Architektur, Handwerk und Modellbau.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Erkenntnisprozesse im praktischen Tun – „vom Machen zum Denken“ – architektonische Entwürfe prägen. Das Symposium knüpfte damit an die räumliche und organisatorische Neuausrichtung des Modellbau-Zentrums an, die in den vergangenen zwei Jahren umgesetzt worden war.

„Das Modell ist mehr als ein Abbild des Entwurfs – es ist ein eigenständiges Arbeitsmittel, in dem Denken, Entwerfen und Herstellen ineinandergreifen“, betonte Professor Benedikt Bosch. „Mit dem Symposium möchten wir zeigen, wie diese Prozesse in der Lehre sichtbar werden und welche Bedeutung handwerkliche und digitale Modellbaukulturen für die zukünftige Architekturpraxis haben.“

Im ersten Panel „Vom ›Machen‹ zur Architektur“ berichteten unter anderem Conny Baumeister von Liesl Baumeister Architekten BDA, Johannes Wenzel vom Atelier Huffer Wenzel und Michael Kühnlein von Kühnlein Architektur aus ihrer Praxis.

Das zweite Panel „Model-making in architectural education“ widmete sich der architektonischen Ausbildung. Beiträge von Professor Alberto Calderoni, Architekt Luigiemanuele Amabile von der University of Naples Federico II, der Masterabsolventin Annika Kirschmer von der Biberach School of Architecture sowie der Steinmetzmeisterin Anna Staudt zeigten unterschiedliche didaktische Ansätze zwischen analogen und digitalen Werkzeugen.

Ausstellungen begleiten das Symposium

Begleitend zur Veranstaltung wurden zwei Ausstellungen eröffnet. Studierende der Hochschule Biberach präsentierten Architekturmodelle aus verschiedenen Studienprojekten mit unterschiedlichen Maßstäben, Materialien und Entwurfsansätzen.

Eine weitere Ausstellung widmet sich dem BDA Architekturpreis max40, einem bundesweiten Förderpreis für junge Architektinnen und Architekten. Die ausgezeichneten Arbeiten werden derzeit in Biberach gezeigt.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni 2026 im Gebäude B der Hochschule Biberach zu sehen. Der Zugang erfolgt über den Eingang der Bibliothek im ersten Obergeschoss.

(Quelle: Hochschule Biberach)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.