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Gesundheit im Klimawandel Gesundheitskonferenz in Biberach berät über Hitzeschutz

Der Landkreis Biberach beschäftigt sich mit den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels. Bei einer Fachkonferenz ging es auch um Gedächtnisprobleme, Suchthilfe und Krisenvorsorge.

Lesezeit 2 Minuten
Teilnehmer der Kommunalen Gesundheitskonferenz stehen für ein Gruppenfoto auf der Treppe vor dem Landratsamt Biberach.
Bei ihrem Treffen im Oktober nahmen die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz den Klimawandel und seine Folgen für die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Biberach in den Blick. (Bild: Landratsamt Biberach)

Wie kann sich der Landkreis Biberach besser auf die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels vorbereiten? Mit dieser Frage beschäftigte sich die 15. Kommunale Gesundheitskonferenz im Landratsamt Biberach. Weitere Themen waren die medizinische Versorgung, Suchthilfe und der Katastrophenschutz.

Bei der 15. Kommunalen Gesundheitskonferenz im Landratsamt Biberach kamen Vertreter des Gesundheitswesens und regionaler Netzwerke zusammen, um über aktuelle Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung und Prävention zu beraten. Im Mittelpunkt standen insbesondere die zunehmende Hitzebelastung und notwendige Anpassungen an den Klimawandel.

Klimawandel bringt neue Gesundheitsrisiken

Hausarzt Dr. Sebastian Pörnbacher, Mitglied der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG), erläuterte die gesundheitlichen Auswirkungen steigender Temperaturen und stellte mögliche Entwicklungen im Landkreis Biberach bis zum Jahr 2050 vor.

Neben der zunehmenden Hitzebelastung ging es auch um mögliche Folgen für Allergiker und das Risiko von Überschwemmungen. Vorgestellt wurden außerdem Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und bestehende Hitzeschutzbündnisse in Baden-Württemberg.

Tanja Pfänder vom Kreisgesundheitsamt informierte über das Klimaanpassungskonzept des Landes. Der Landkreis Biberach arbeitet derzeit ebenfalls an einem eigenen Anpassungskonzept.

Neues Angebot für Menschen mit Gedächtnisproblemen

Ein weiteres Thema war die Gedächtnissprechstunde des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) Südwürttemberg in Biberach. Dr. Damaris Klass und Katrin Hepp stellten das neue Angebot vor.

Es umfasst Diagnostik, Therapie sowie ärztliche und pflegerische Beratung für Menschen mit Gedächtnisproblemen und deren Angehörige. Ziel ist es, mögliche Erkrankungen frühzeitig einzuordnen und Betroffene bei der Suche nach geeigneten Hilfsangeboten zu unterstützen.

Zu Beginn der Konferenz hatten zudem Dr. Claus Unger und Simon Mannes vom Kreisgesundheitsamt über die Arbeit der Netzwerke „Medizinische Versorgung“ sowie „Prävention und Gesundheitsförderung“ berichtet.

Suchthilfe und Katastrophenschutz im Fokus

Die Kommunale Suchtbeauftragte Heike Küfer berichtete über die Fortschreibung der Suchthilfeplanung 2026. Grundlage ist eine Onlinebefragung von Experten zur Versorgung suchtkranker und suchtgefährdeter Menschen. Die daraus entwickelten Empfehlungen sollen unter anderem die Zusammenarbeit verbessern und die Prävention stärken.

Zum Abschluss erläuterte Dr. Konstanze Nickolaus vom Kreisgesundheitsamt die Vorbereitungen auf Krisen- und Katastrophensituationen.

Dezernentin Irene Emmel betonte dabei die Bedeutung der persönlichen Notfallvorsorge: „Personen, die sich im Notfall eine Zeit lang selbst versorgen können, entlasten die Einsatzkräfte spürbar.“

Informationen zur Eigenvorsorge und zu Notfalltreffpunkten stellt der Landkreis unter www.biberach.de/krisenfest bereit.

Weitere Informationen zur Kommunalen Gesundheitskonferenz gibt es unter www.biberach.de/gesundheitsfoerderung.

(Quelle: Landratsamt Biberach)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
27.10.2026, 15:57 Uhr

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