Neue Technik für den Katastrophenschutz Landkreis Lindau investiert über 800.000 Euro in Feuerwehren

Landkreis Lindau investiert über 800.000 Euro in Feuerwehren
v.l.n.r.: Kommandant Simon Hornstein (FFW Nonnenhorn), stellvertretender Kommandant Stefan Hener (FFW Nonnenhorn), Kreisbrandinspektor Paul Sporrädle, Landrat Elmar Stegmann und Kreisbrandrat Wolfgang Endres. (Bild: Landkreis Lindau / Nadja Krassik)
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Der Landkreis Lindau investiert mehr als 800.000 Euro in neue Einsatzmittel für Feuerwehr und Katastrophenschutz. Dazu gehören ein Einsatzleitwagen, eine Drohne und ein Dienstfahrzeug.

Bei einem gemeinsamen Termin wurden die drei Neuanschaffungen vorgestellt. Sie sollen die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes im Landkreis Lindau verbessern und insbesondere bei größeren Einsatzlagen eine schnelle und koordinierte Hilfe ermöglichen.

„Mit diesen Investitionen stärken wir die Einsatzfähigkeit unserer Feuerwehren und schaffen moderne Voraussetzungen für eine schnelle und koordinierte Hilfe im Ernstfall“, betonte Landrat Elmar Stegmann bei der Vorstellung der neuen Einsatzmittel.

Zugleich dankte er den Feuerwehrleuten im Landkreis für ihr ehrenamtliches Engagement: „Ihr Einsatz schützt Leben und Gut. Dafür gebührt allen Einsatzkräften unser größter Respekt und unsere hohe Wertschätzung.“

Neuer Einsatzleitwagen für die Feuerwehr in Nonnenhorn

Eine der zentralen Anschaffungen ist ein neuer Einsatzleitwagen (ELW 2), der künftig bei der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG ÖEL) in Nonnenhorn stationiert wird. Das Fahrzeug ersetzt einen jahrzehntealten Einsatzwagen und dient als mobile Führungs- und Kommunikationszentrale.

Zu seinen Aufgaben gehören die Erkundung und Darstellung von Einsatzlagen, die Vernetzung der Einsatzkräfte mit der Leitstelle sowie die Dokumentation des Einsatzgeschehens. Darüber hinaus unterstützt der Einsatzleitwagen die Logistik und die Kommunikation mit Behörden und weiteren Partnern.

Der Freistaat Bayern beteiligt sich mit einem Zuschuss von rund 211.000 Euro an der Anschaffung. Gemeinsam mit den Mitteln des Landkreises soll damit eine moderne Führungsstruktur für größere Einsatzlagen geschaffen werden.

Feuerwehr Opfenbach erhält Drohne mit Wärmebildtechnik

Auch die Freiwillige Feuerwehr Opfenbach erhält neue technische Unterstützung. Eine Einsatzdrohne soll künftig eine schnelle Erkundung aus der Luft ermöglichen und wichtige Informationen aus schwer einsehbaren Bereichen liefern.

Die Drohne verfügt unter anderem über Wärmebildtechnik und kann bei der Suche und Rettung von Personen eingesetzt werden. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind die Überwachung von Einsatzstellen und Einsatzkräften sowie die Dokumentation von Schadenslagen.

Auch bei der Erkundung möglicher Schadstofflagen kann die Drohne wichtige Informationen liefern. Bei Bedarf steht sie nicht nur der Feuerwehr Opfenbach, sondern dem gesamten Landkreis Lindau zur Verfügung.

Neues Dienstfahrzeug für den Kreisbrandrat

Die dritte Neuanschaffung ist ein Dienstfahrzeug für den Kreisbrandrat. Als koordinierende Führungskraft ist dieser regelmäßig an unterschiedlichen Einsatzstellen im Landkreis unterwegs.

Das neue Fahrzeug soll ihm eine schnelle und sichere Mobilität ermöglichen und damit seine Arbeit bei der Koordination von Einsätzen unterstützen.

Landkreis will weiter in Feuerwehr und Katastrophenschutz investieren

Mit den neuen Einsatzmitteln möchte der Landkreis Lindau die technische Ausstattung und die Führungsfähigkeit seiner Feuerwehren und des Katastrophenschutzes gezielt verbessern.

Landrat Elmar Stegmann betonte dabei die Bedeutung der Einsatzkräfte: „Moderne Technik allein bewältigt keinen Einsatz. Entscheidend sind die Menschen, die sie bedienen, und das Zusammenspiel aller Beteiligten.“

Sein Dank galt allen, die an der Planung und Umsetzung der Investitionen beteiligt waren. Gleichzeitig appellierte er an die Einsatzkräfte, die neuen technischen Möglichkeiten aktiv in die Ausbildung und Einsatzpraxis einzubinden. Training, Vernetzung und der Austausch von Erfahrungen seien wichtige Voraussetzungen dafür, dass die Technik im Ernstfall optimal eingesetzt werden könne.

Der Landkreis will seinen eingeschlagenen Weg auch künftig fortsetzen und gemeinsam mit dem Freistaat Bayern weitere Fördermöglichkeiten nutzen. Notwendige Investitionen in die Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Feuerwehren und des Katastrophenschutzes sollen gezielt vorangetrieben werden.

(Quelle: Landratsamt Lindau (Bodensee))