Die Kita St. Josef in Hiltensweiler wird für rund 350.000 Euro an zunehmende Hitze angepasst. Rund 270.000 Euro davon übernimmt der Bund über ein Förderprogramm.
Den entscheidenden Anstoß für das Projekt gaben Eltern der Kita St. Josef. Aus ihrer Initiative entstand mit ehrenamtlicher Vorarbeit ein Klimaanpassungskonzept, das anschließend gemeinsam mit der Stadt Tettnang und der Kita weiterentwickelt wurde. Im November 2024 stellte die Stadt schließlich den Förderantrag beim Bund.
Gefördert wird das Vorhaben über das Bundesprogramm „Anpassung sozialer Einrichtungen an den Klimawandel“ (AnpaSo). Bei Gesamtinvestitionen von rund 350.000 Euro beträgt die Förderquote 76 Prozent.
„Dass dieses Projekt umgesetzt werden kann, ist nur durch das Zusammenspiel von großem elterlichem Engagement und gezielter Förderung möglich“, sagt Timo Jung, Erster Beigeordneter der Stadt Tettnang. Die Eltern hätten die Idee entwickelt und mit ihrer Vorarbeit die Grundlage für das Projekt geschaffen.
Auch Elternbeirätin Tanja Gührer war maßgeblich an der Entwicklung beteiligt. „Die Idee entstand aus der Elternschaft heraus. Uns war wichtig, auf die zunehmende Hitze zu reagieren und selbst nach Lösungen und Fördermöglichkeiten zu suchen.“
Dämmung und zusätzlicher Sonnenschutz
Ein Schwerpunkt liegt auf baulichen Veränderungen an der Kita. Vorgesehen sind unter anderem eine verbesserte Außendämmung und zusätzliche Beschattungsmaßnahmen an Fenstern und Dachflächen. Dadurch sollen sich die Innenräume während Hitzeperioden weniger stark aufheizen.
Auch die Außenbereiche werden umgestaltet. Bislang stark versiegelte Flächen sollen teilweise entsiegelt und zusätzliche Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Außerdem sind weitere schattenspendende Elemente geplant.
Eine begrünte Pergola soll künftig einen geschützten Aufenthaltsbereich im Freien schaffen. Auch für die Spielflächen sind zusätzliche Beschattungslösungen vorgesehen.
„An heißen Tagen stoßen wir an Grenzen“
Michaela Bentele vom katholischen Verwaltungszentrum in Friedrichshafen bezeichnet das Projekt als wichtigen Schritt, um die Qualität der Einrichtung langfristig zu sichern. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und das Engagement der Eltern hätten das Vorhaben erst möglich gemacht.
Auch im Kita-Alltag machen sich hohe Temperaturen bereits bemerkbar. „Gerade an heißen Tagen stoßen wir im Alltag immer wieder an Grenzen“, sagt Kita-Leiterin Andrea Wölfle. Die geplanten Maßnahmen sollen den Kindern ein unbeschwertes Spielen ermöglichen und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für das Team verbessern.
Fertigstellung bis Mitte 2027 geplant
Die meisten baulichen Maßnahmen sind bereits ausgeschrieben. Der Baubeginn ist für Ende September vorgesehen, ein Großteil der Arbeiten soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.
Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist bis Mitte 2027 geplant. Im Sommer 2027 soll die umgestaltete Kita mit einem Einweihungsfest offiziell gefeiert werden.
(Quelle: Stadt Tettnang)