Das Karl-Sauter-Freibad in Warthausen erhält 1,37 Millionen Euro vom Bund für seine Sanierung. Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat die Förderung am Mittwoch beschlossen.
Nach mehreren Jahren, in denen lediglich die notwendigsten Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Schwimmbadbetriebs ergriffen werden konnten, soll das mittlerweile 50 Jahre alte Freibad nun grundlegend saniert werden. Die Entscheidung des Haushaltsausschusses ermöglicht es der Gemeinde Warthausen, das gesamte Bad zu modernisieren.
Wie die Biberacher Bundestagsabgeordneten Martin Gerster (SPD) und Wolfgang Dahler (CDU) mitteilen, stehen für das Sanierungsprojekt insgesamt 1.370.000 Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung.
Wasserfilter, Becken und Kinderplanschbecken werden erneuert
Das geförderte Sanierungskonzept umfasst mehrere technische und bauliche Maßnahmen. Vorgesehen sind die Erneuerung der Wasserfilter und der Beckenwasserumwälzpumpen sowie eine neue Komplettauskleidung des Schwimmbeckens.
Auch das Kinderplanschbecken kann im Rahmen des Projekts erneuert werden.
Das Karl-Sauter-Freibad ist das einzige Schwimmbad der Gemeinde Warthausen. Die grundlegende Sanierung soll dazu beitragen, den Schwimmbadbetrieb langfristig aufrechtzuerhalten.
Förderung im zweiten Anlauf erfolgreich
Die Gemeinde Warthausen hatte sich bereits in der ersten Runde des Bundesprogramms zur Sanierung kommunaler Sportstätten, der sogenannten Sportmilliarde, um eine Förderung beworben. Der Zuschlag erfolgte nun in der zweiten Runde, die ausschließlich für Schwimmbäder vorgesehen ist.
Martin Gerster, der selbst Mitglied im Haushaltsausschuss des Bundestags ist, hatte sich nach eigenen Angaben für die Förderung eingesetzt. Bei einem Besuch vor drei Wochen informierte er sich über die Bedeutung des Freibads für die Gemeinde und das geplante Sanierungsprojekt.
„Ich freue mich sehr, dass das Freibad Warthausen für eine Förderung ausgewählt werden konnte. In Gesprächen mit Verantwortlichen vor Ort und zuletzt bei einem Besuch vor drei Wochen konnte ich mich über die Bedeutung des Freibads für Warthausen als einziges Schwimmbad der Gemeinde und über das Sanierungsprojekt informieren. Dafür, dass Warthausen eine Förderung vom Bund erhält, habe ich mich sehr gerne im Haushaltsausschuss eingesetzt. Wie bereits bei früheren Projektaufrufen aus dem Bundesprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten gab es auch beim Schwimmbadförderprogramm sehr viele Anträge. Entsprechend hoch waren die Konkurrenz und der Druck, auf diese Projektliste des Haushaltsausschusses zu kommen.“
Auch Wolfgang Dahler hatte sich innerhalb seiner Fraktion für die Förderung eingesetzt. Er betont, dass sich die erneute Bewerbung der Gemeinde ausgezahlt habe.
„Es ist eine sehr gute Nachricht für Warthausen, dass wir nach der ersten Bewerbung im Programm der sogenannten „Sportmilliarde“ jetzt in der zweiten Runde, die nur für Schwimmbäder vorgesehen ist, zum Zuge kommen. Unser Einsatz hat sich gelohnt. Manchmal muss man am Ball bleiben, auch wenn es nicht im ersten Anlauf klappt“, sagte Wolfgang Dahler.
Bundesweit 250 Millionen Euro für Schwimmbäder
Hintergrund der Förderung ist der hohe Investitionsstau bei kommunalen Sporteinrichtungen in Deutschland. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD hatte deshalb die sogenannte Sportmilliarde zur Sanierung kommunaler Sportstätten auf den Weg gebracht.
Finanziert wird das Programm aus dem Investitions-Sondervermögen des Bundes. Erstmals wurden in diesem Jahr innerhalb des Bundesprogramms 250 Millionen Euro ausschließlich für die Sanierung kommunaler Schwimmbäder bereitgestellt.
Gerster verweist auf die hohe Zahl der Förderanträge und die gesellschaftliche Bedeutung öffentlicher Schwimmbäder.
„Meiner Fraktion und mir war es ein großes Anliegen, mit dem Investitions-Sondervermögen des Bundes, aus dem die Sportmilliarde finanziert wird, entscheidend dazu beizutragen, den Investitionsstau gerade auch im Bereich kommunaler Sportstätten aufzulösen. Wie groß der Bedarf ist, hat die extrem große Anzahl an Förderanträgen seit dem ersten Projektaufruf gezeigt. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir nun auch speziell für Schwimmbäder Mittel bereitstellen konnten. Denn Schwimmbäder sind für Jung und Alt wichtige Orte der Begegnung, des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der sozialen Integration. Sie stehen für Freizeitspaß und Erholung, für Gesundheitsprävention, Fitness und sportliche Betätigung und ermöglichen Schwimmunterricht an Schulen. Schwimmbäder in gutem Zustand sind unentbehrlich dafür, dass Kinder auch weiterhin Schwimmen lernen können“, betont Martin Gerster abschließend.
Dahler betont Bedeutung für den ländlichen Raum
Wolfgang Dahler hebt hervor, dass die Bundesförderung auch kleineren Gemeinden und ländlichen Regionen zugutekommen soll. Dort sei es häufig schwieriger, die Voraussetzungen für Förderprogramme zu erfüllen und die erforderliche Kofinanzierung bereitzustellen.
„Als Unionsfraktion ist es uns wichtig, dass die Sportmilliarde in der Breite wirkt und gerade auch die Menschen im ländlichen Raum profitieren. Zu oft haben es Städte und Ballungsräume leichter, Förderbedingungen zu erfüllen und die Kofinanzierung bereitzustellen. Auch auf dem Lande müssen Kinder und Erwachsene Sportangebote vorfinden. Hier machen wir sehr viel selbst im Ehrenamt. Bei den Sportstätten brauchen wir Unterstützung“, so Wolfgang Dahler.
(Quelle: Martin Gerster, Mitglied des Deutschen Bundestags)