Das neue Freibad in Biberach verzeichnet in seiner Premierensaison 2025 insgesamt 38.054 Gäste. Zugleich schließen die Stadtwerke das Jahr mit einem Verlust ab.
Um 31 Prozent auf 8,2 Millionen Euro stieg der Umsatz der Stadtwerke im vergangenen Jahr. Gleichzeitig ergab sich ein Jahresverlust von 1,1 Millionen Euro. Den Jahresabschluss 2025 des städtischen Tochterunternehmens, das die Bereiche Bäder, Parkierung und öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verantwortet, präsentierte der Erste Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende Ralf Miller im Gemeinderat.
Gerade in der Sparte Bäder wuchs das Defizit aufgrund höherer Abschreibungen und Betriebskosten für das neue Freibad im Vergleich zum Vorjahr deutlich auf rund 2,6 Millionen Euro. 2024 lag das Minus noch bei 1,8 Millionen Euro.
Freibadbesuch mit rund 27 Euro subventioniert
Ralf Miller bezeichnete die Besucherzahlen des Freibads als „sehr bemerkenswert“. Trotz eines durchwachsenen Sommers kamen 38.054 Gäste. „Der Neubau hat durchaus Magnetwirkung“, sagte Miller.
Damit erreichte das neue Freibad in seiner Premierensaison beinahe die Besucherzahl aus dem Hitzesommer 2022. Damals knackte das alte Freibad in seiner letzten Saison die Marke von 40.000 Besuchern.
Bei einem Verlust von gut einer Million Euro wurde jeder Freibadbesuch im vergangenen Jahr mit circa 27 Euro subventioniert. Das Hallensportbad, das mit Ausnahme einer dreiwöchigen Schließung ganzjährig geöffnet war, verzeichnete 129.674 Besucher und damit 1.042 weniger als 2024.
Mehr als drei Millionen Fahrgäste im ÖPNV
Beim ÖPNV ging die Fahrleistung im Buslinienverkehr leicht von 1.209.920 Kilometern im Jahr 2024 auf 1.207.893 Kilometer zurück. Im Anrufsammeltaxiverkehr inklusive Ersatzverkehr Anrufsammeltaxi wurden 98.336 Kilometer erbracht, nach 108.849 Kilometern im Vorjahr.
Insgesamt wurden 3.013.165 Fahrgäste befördert, knapp 60.000 mehr als im Jahr zuvor. Der Stadtlinienverkehr verzeichnete erneut steigende Fahrgastzahlen mit einem Plus von 97.164. Im Überlandverkehr gingen die Zahlen dagegen um 38.886 zurück.
Zum Stadtlinienverkehr merkte Miller an, dass die Pünktlichkeit mitunter eine Herausforderung sei. Für September kündigte er Vorschläge zu „Beschleunigungsmaßnahmen“ an. Knapp 5,5 Millionen Euro flossen 2025 aus öffentlichen Mitteln in den ÖPNV.
Weniger Parkvorgänge in Biberach
Mit der Umstellung auf bargeld- und schrankenloses Parken in den Parkhäusern und Tiefgaragen stellten die Stadtwerke wichtige Weichen für die Zukunft. Insgesamt gingen die Parkvorgänge um 1,5 Prozent zurück, auch die Erlöse sanken leicht.
Durch niedrigere Kosten verbesserte sich das Ergebnis dennoch um 47.000 Euro auf minus 664.000 Euro. Insgesamt wurden 2025 genau 867.762 Parkvorgänge verzeichnet.
Am stärksten frequentiert war erneut das Parkhaus Ulmer Tor mit 306.477 Parkvorgängen, gefolgt von der Tiefgarage Stadthalle mit 303.177. Häufig genutzt wurde auch die Möglichkeit, eine Stunde lang kostenlos zu parken. 44 Prozent aller Parkvorgänge und damit rund 380.000 dauerten weniger als eine Stunde.
Freibad für zwei Auszeichnungen nominiert
Die „Stuttgarter Zeitung“ widmete sich in einem Artikel der Frage, wo „gestaltungsaffine Menschen“ schwimmen gehen können. Darin listet sie die „ansprechendsten Freibäder im Land“ auf, die von Stuttgarter Architekten geplant wurden. Zu den sechs genannten Bädern gehört auch das Freibad in Biberach, das aus einem Entwurf des Stuttgarter Büros asp resultiert.
Zudem ist das Biberacher Freibad für zwei renommierte Auszeichnungen nominiert: den Preis des Deutschen Architekturmuseums (DAM) und den Heinze-Architektur-Award.
(Quelle: Stadt Biberach)