Lawinenabgang im Kleinwalsertal Vater und Sohn sorgen für Großeinsatz am Ifen

Vater und Sohn sorgen für Großeinsatz am Ifen
Ein Freerider und sein Sohn lösten am Samstag im Bereich „Ifen-Kellerloch“ (Kleinwalsertal) eine Lawine aus. (Symbolbild: Filip Majercik / iStock / Getty Images Plus)

Am Samstag lösten ein 55-jähriger deutscher Freerider und sein 13-jähriger Sohn kurz vor Mittag am „Ifen-Kellerloch“ (Kleinwalsertal) im freien Raum ein Schneebrett aus. Eine große Suchaktion mit mehreren Hubschraubern und Lawinenhunden wurde in Gang gesetzt.

Die beiden waren abseits der Pisten unterwegs, als sich das etwa 200 Meter lange und rund 70 Meter breite Schneebrett löste. Wie es von der Polizei heißt, wurden Vater und Sohn nicht mitgerissen und blieben unverletzt. Für den Unfallbereich war die Lawinengefahrenstufe 4 ausgegeben worden.

Bergrettung, Hubschrauber und Lawinenhunde-Staffel

Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Wintersportler von der Lawine verschüttet worden waren, wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Einsatzkräfte der Bergrettung wurden mit drei Hubschraubern in das Gebiet auf rund 1900 Meter Seehöhe geflogen. Zunächst durchsuchten zwei Lawinenhunde der Vorarlberger Lawinenhundestaffel den Lawinenkegel, anschließend setzten Sondier-Mannschaften die Suche fort.

Große Lawinengefahr in Steilhängen

Nachdem diese Maßnahmen ergebnislos blieben und auch Augenzeugen keine Hinweise auf weitere Verschüttete geben konnten, wurde der Einsatz um 13:15 Uhr beendet. Oberhalb der Waldgrenze im Kleinwalsertal galt am Sonntag die Lawinenwarnstufe 4.

Bei der Suchaktion waren rund 40 Kräfte der Bergrettung mit zwei Lawinenhunden, 15 Mitglieder der umliegenden Feuerwehren die Pistenrettung, drei Hubschrauber sowie zwei Beamte der Alpinen Einsatzgruppe vor Ort.

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