Schockanruf vereitelt Taxifahrer aus Memmingen stoppt Betrüger

Taxifahrer aus Memmingen stoppt Betrüger
Kein Bild vorhanden. (Bild: Wochenblatt)

Ein Taxifahrer aus Memmingen meldete letzte Woche der Polizei einen verdächtigen Fahrgast. Polizeikräfte kontrollierten den 23-Jährigen und wie sich herausstellte, war es ein Geldabholer, der auf dem Weg zu seinem hochbetagten Opfer war.

Die Beamten deckten durch ihr schnelles Eingreifen und Dank des aufmerksamen Taxifahrers einen Schockanruf auf. Hier der Reihe nach:

Gauner wollte Beute machen

Der 23-Jährige ließ sich am frühen Abend von einem 30-jährigen Taxifahrer vom Memminger Bahnhof in einen nahen Vorort fahren, heißt es von der Polizei. Dort bat er den Taxifahrer kurz zu warten, während er zu Fuß in ein Wohngebiet ging.

Anschließend wollte er wieder zurück zum Bahnhof gefahren werden. Der pfiffige Taxifahrer vermutete einen kriminellen Hintergrund und verständigte unauffällig die Polizei, welche den Mann am Bahnhof im Empfang nahm und kontrollierte. Schnell ermittelten die Polizeikräfte, dass der Fahrgast bei einem 90-jährigen Senior Geld abholen wollte, der gerade Opfer von Telefonbetrügern wurde.

Angst um den Enkel wurde geschürt

Die Betrüger nutzten dabei die gängige Betrugsmasche des Schockanrufs. Wie in den meisten Fällen gaben sie sich am Telefon als Polizisten aus und täuschten vor, der Enkel des Mannes hätte einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse nun in Untersuchungshaft bleiben, sollte der Mann nicht sofort eine hohe Kaution hinterlegen.

Die Täter agierten dabei so überzeugend, dass der Senior die Täuschung zunächst nicht erkannte und den Anrufbetrügern glaubte. Im weiteren Verlauf bekam er jedoch Zweifel und wandte sich an seine Familie, welche einschritt, das Gespräch unterbrach und damit auch den Kontakt zum bereits angereisten 23-jährigen Geldabholer verhinderte.

Er war ein Mitglied einer Anrufbetrugsbande, die Geld und Wertsachen von älteren Menschen vor Ort entgegennehmen. Der Gauner wurde festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Kriminalpolizei warnt in dem Zusammenhang:

  • Weder Polizei noch Justiz werden Sie telefonisch zu Zahlungen auffordern!
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte!
  • Seien Sie misstrauisch und beenden Sie bei solchen Forderungen sofort das Telefonat!
  • Wenden Sie sich an Verwandte oder Bekannte!
  • Informieren Sie die örtliche Polizei oder wählen Sie den Polizeinotruf 110!

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West)