Rotary-Club Ehingen Alb-Donau zu Besuch im Hospiz

Rotary-Club Ehingen Alb-Donau zu Besuch im Hospiz
Die Lage und der Ausblick von Hospiz St. Martinus sind idyllisch. (Archivbild: Felix Kästle/St. Elisabeth-Stiftung)

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Der Rotary-Club Ehingen Alb-Donau hat kürzlich das Hospiz St. Martinus Alb-Donau im Ehinger Teilort Kirchbierlingen besucht. Beeindruckt waren die Club-Mitglieder sowie ihre Partnerinnen und Partner samt Club-Präsident Erhard Schmid vor allem von der Ruhe und der entspannten Atmosphäre im Haus.

Im Hospiz verbringen die Gäste ihre letzte Lebenszeit selbstbestimmt und in Würde. In Kirchbierlingen ist das Hospiz im ehemaligen Pfarrhaus der Kirchengemeinde St. Martinus untergebracht. Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Wie beim Umbau historische Substanz gesichert und zugleich die moderne Nutzung ermöglicht wurde, darüber hat Peter Hecht die rund 40 Besucherinnen und Besucher informiert. Die alten Oberflächen sind unter den heute sichtbaren Wänden noch erhalten, berichtet der Leiter des katholischen Verwaltungszentrums Ehingen. Praktischer Nutzen: Es bleibt Platz für Kabel und die Räume sind zusätzlich schallisoliert.

Der Altbau ist in allen drei Stockwerken zum Neubau hin geöffnet. Im Erdgeschoss geht es durch den ehemaligen Eingang, in den oberen Geschossen sind historische Fenster zu Türen erweitert. Hospizleiterin Gabriele Zügn und Pflegedienstleiterin Sabine Graf haben den Gästen vom Rotary-Club die Einrichtung gezeigt. Das Hospiz hat acht helle und freundliche Gästezimmer mit eigenem Bad. Dazu gibt es ein Wohnzimmer mit Küche, einen großen Balkon sowie einen Wintergarten mit Dachterrasse und weitem Blick in die Landschaft. Der „Raum der Stille“ lädt mit Kreuz und Klangschalen zur Besinnung ein.

Betreiber des Hospizes ist die St. Elisabeth-Stiftung mit Sitz in Bad Waldsee. Träger sind die katholische Gesamtkirchengemeinde und die St. Elisabeth-Stiftung. Zum Hospiz-Team zählen 26 Hauptamtliche, darunter vier Hauswirtschaftskräfte und 19 Pflegefachkräfte. Dazu kommen 15 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen. Ihnen allen ist es ein großes Anliegen, die letzte Lebenszeit für jeden Gast so lebenswert, schön und angenehm zu gestalten wie nur irgend möglich. „Die machen das mit Herzblut“, sagt Rotary-Mitglied Monika Kneer. Ihr Eindruck: „Im Hospiz fühlt man sich wirklich geborgen.“

Die Rotarier wollten auch wissen, wie das Hospiz finanziert wird. Ein Platz für einen Gast kostet 575 Euro pro Tag. 95 Prozent dieser Kosten trägt die Krankenkasse. Für die restlichen fünf Prozent sind die Hospize auf Spenden angewiesen. Für acht Hospizplätze macht das zusammen einen Spendenbedarf von 230 Euro pro Tag. Der Rotary Club Ehingen Alb-Donau spendet jedes Jahr für das Hospiz in Kirchbierlingen.

(Pressemitteilung: St. Elisabethen Stiftung)