Scheinheiliger Betrug Junge Frau will aus Kirche austreten und tappt dabei in eine Falle

Junge Frau will aus Kirche austreten und tappt dabei in eine Falle
Wer aus der Kirche austreten will, findet im Netz einige Angebote, doch was steckt wirklich dahinter? (Symbolbild: thanasus // iStock / Getty Images Plus)

Eine 22-Jährige wollte einfach nur aus der Kirche austreten und beauftrage dafür einen Dienstleister. Anstatt einer schnellen und unkomplizierten Abwicklung, flatterte eine überhöhte Rechnung ins Haus.

Am Montagabend erstattete eine junge Frau bei der Polizeiinspektion Burgau (Landkreis Günzburg) Anzeige. Sie ist einer neuen Betrugsmasche aufgesessen. Was war passiert?

Zweifelhafter Service beim Kirchenaustritt

Die 22-Jährige nutzte einen vorgeblichen Dienstleister, um aus der Kirche auszutreten. Dies kann jedoch nur durch persönliche Vorsprache bei der jeweiligen Meldebehörde geschehen. Nachdem die Frau ihre Daten angegeben hatte, bekam sie per Mail eine Rechnung über einen niedrigen dreistelligen Betrag, heißt es seitens der Polizei.

Als sie daraufhin nach der Firma im Internet recherchierte, musste sie feststellen, dass sie Betrügern aufgesessen ist. Sie bezahlte nicht und erstattete Anzeige.

Aus der geringen Gebühr wird eine hohe Rechnung

Im Internet versprechen Anbieter einen unkomplizierten Austritt – und das gegen eine geringe Gebühr. Doch hinter diesem vermeintlich verlockend-praktischen Service verbergen sich oft dubiose Betrüger. Der Verbraucherzentrale sind solche Geschäftsmodelle bereits bekannt. Oft sind auch Inkassobüros involviert, die hohe Mahnkosten erheben, wenn die Geschädigten nicht zahlen. Weitere Infos hierzu: verbraucherzentrale-bawue.de

Im Jahr 2024 verließen etwa 322.000 Menschen die katholische Kirche und 345.000 die evangelische Kirche. Beide großen christlichen Kirchen in Deutschland haben hohe Mitgliederverluste. (Deutsche Bischofskonferenz/ Evangelische Kirche Deutschland) 

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West/Verbraucherzentrale BW)