„Ein unentbehrliches Netzwerk“ Hospiz St. Martinus veranstaltete einen Ehrenamtstag

Rund ein Dutzend Teilnehmerinnen erhielten beim Ehrenamts-Tag wertvolle Impulse für ihr ehrenamtliches Engagement im Hospiz St. Martinus.
Rund ein Dutzend Teilnehmerinnen erhielten beim Ehrenamts-Tag wertvolle Impulse für ihr ehrenamtliches Engagement im Hospiz St. Martinus. (Bild: Emmenlauer/St. Elisabeth-Stiftung)

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Ehrenamtliche begleiten, unterstützen und erfreuen im Hospiz St. Martinus in Kirchbierlingen. Unlängst fand ein Ehrenamtstag im Hospizgarten statt.

Der Duft von Sommerblumen betörte, Vögel zwitscherten, ein laues Lüftchen wehte und erfrischte bei hochsommerlichen Temperaturen. Im idyllischen Garten neben dem Hospiz St. Martinus Alb-Donau in Kirchbierlingen genossen mehr als ein Dutzend Frauen die wohltuende Atmosphäre. Es wurde zusammen gelacht, das eine oder andere gesellige Schwätzchen gehalten und gemeinsam gegessen – aber es gab auch spirituelle Elemente – Momente der Stille, der Besinnung und des Austausches, auch Yoga.

Die St. Elisabeth-Stiftung als Betreiberin der Einrichtung hatte zu einem Ehrenamtstag unter dem Motto „Was die Seele noch nährt“ eingeladen. Diplom-Pädagogin Manuela Bold vom Institut Lebensraum aus Ulm als Supervisorin verinnerlichte den Teilnehmerinnen, dass Achtsamkeit in der Gruppe aber auch gegenüber sich selbst ein wichtiges Fundament alles Schaffens ist. Letzteres, weil nur wer sich selbst wahrnimmt und in seinem Engagement die eigenen Bedürfnisse nicht vergisst, das Ehrenamt mit Freude und Energie ausführen kann. Gleiches gelte natürlich auch für hauptamtlich Beschäftigte.

Sozialpädagogin Olivia Kruk, bei der St. Elisabeth-Stiftung unter anderem für das Hospiz St. Martinus zuständig, sowie die dort tätigen Pflegefachkräfte Elisabeth Kuch und Andrea Jacob, hatten den Ehrenamtstag organisiert. „Das war ein sehr wertvoller Tag der Begegnung, der sowohl unsere Ehrenamtlichen wie auch unsere Mitarbeiterinnen in ihren Aufgaben gestärkt, zudem auch Impulse in der Kreativität lieferte“, resümiert Olivia Kruk. Zudem sei dieses sehr harmonische Treffen für einige der neuen Teilnehmerinnen auch mit einem ersten Kennenlernen verbunden gewesen.

Wie die Sozialpädagogin berichtet, habe man für das Hospiz St. Martinus mittlerweile 16 Ehrenamtliche gewinnen können: 14 Frauen und zwei Männer. „Diese Menschen begleiten, unterstützen und erfreuen. Sie schenken eines der wichtigsten Güter im Leben, ihre Zeit. Die Ehrenamtlichen praktizieren große Nächstenliebe und sind eine große Bereicherung für unsere Hospizgäste“, ergänzt auch Gabi Zügn.

Nach den Worten der Hospizleiterin engagieren sich die Ehrenamtlichen je nach ihren Begabungen und Interessen in vielfältiger Weise in der Einrichtung. Das Spektrum reiche von handwerklichen Tätigkeiten, in der Mithilfe beim Gärtnern, ebenso als Unterstützung beim Früh- und Spätdienst in der Hauswirtschaft. „Manche Ehrenamtliche verbringen Zeit mit den Hospizgästen, lesen ihnen vor, singen oder musizieren.“, merkt Gabi Zügn an.

Als sehr wichtigen Dienst erachtet sie, dass Ehrenamtliche auch Angehörigen Trost geben und ihnen mit Gesprächen in deren schweren Stunden zur Seite stehen. Aber auch Kuchenspenden, für Blumenschmuck sorgen und Einkaufsdienste für die Hospizgäste zählen zum ehrenamtlichen Engagement. „Wir freuen uns über jede Mithilfe. Da spielt es keine Rolle, ob man eine oder zehn Stunden pro Woche oder Monat investiert.

Ehrenamtliche bilden ein unentbehrliches Netzwerk unserer Einrichtung. Wir sind so dankbar für diese Hilfe“, sagt Gabi Zügn und hofft, dass dieses ehrenamtliche Netzwerk noch weiterwächst. Für Ehrenamtliche biete sich auch die Möglichkeit, sofern Interesse besteht, sich zur Trauerbegleiterin ausbilden zu lassen.

(Pressemitteilung: St. Elisabeth-Stiftung)