Eine Streife der Bundespolizei hat am Sonntagmorgen am Hauptbahnhof Kempten eine Serie mutwilliger Sachbeschädigungen festgestellt. Insgesamt waren elf Glasscheiben an den Treppenaufgängen zu den Bahnsteigen zersplittert. Der Tatverdächtige konnte wenig später dank einer am Tatort gefundenen Geldbörse identifiziert werden.
Zerstörungen an beiden Bahnsteigaufgängen
Zunächst entdeckten die Beamten eine beschädigte Glasscheibe am Treppenaufgang zu den Gleisen 2 und 3. Die Scherben wurden umgangen, um die Sicherheit der Reisenden zu gewährleisten. Bei der weiteren Kontrolle des Bahnhofs zeigte sich das volle Ausmaß der Zerstörung: Am Zugang zum Bahnsteig 1 waren zehn weitere Scheiben eingeschlagen. Aufgrund der Gefahrenlage sperrte die Polizei den Bereich vorübergehend ab.
Geldbörse bringt Ermittler auf die Spur
Bei der Absuche des Tatorts stießen die Beamten unter den Scherben auf eine Geldbörse mit dem Personalausweis eines 17-jährigen Jugendlichen aus Kaufbeuren. Noch am selben Morgen trafen sie den jungen Mann schlafend in der älteren Wohnung an.
Geständnis unter Alkoholeinfluss
In der anschließenden Vernehmung gestand der 17-Jährigen die Tat. Er sei betrunken von einer Geburtstagsparty in Kempten gekommen und habe den letzten Zug verpasst. Während er auf seine Mutter wartete, habe er aus Frust und ohne konkreten Anlass die Scheiben eingeschlagen. In seiner Kleidung und seinen Schuhen fanden die Polizisten noch Glassplitter.
Strafanzeige und hoher Sachschaden
Gegen den Jugendlichen wurde ein Strafverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet. Der entstandene Schaden beläuft sich laut Bundespolizei auf rund 5.000 Euro.
(Quelle: Bundespolizeiinspektion Kempten)