Die Helden der Berge: Der ganz normale Wahnsinn bei der Bergwacht Füssen

Die Helden der Berge: Der ganz normale Wahnsinn bei der Bergwacht Füssen
Egal wie schwierig die Situation ist – die Bergrettung hilft. (Bild: Pixabay)

Das letzte Wochenende sorgte nicht nur für hochsommerliche Temperaturen, sondern auch für einsatzreiche Tage bei der Bergwacht Füssen. Wir haben den prall gefüllten Einsatzbericht auf der Homepage entdeckt und sind der Meinung, dass allen Helfern ein großes Dankeschön für ihre unermüdlichen Einsätze gilt.

Sie sind die absoluten Helden der Berge: Die vielen Bergretter. Wir gehen wandern, kraxeln auf unterschiedlichen Wegen und sind glücklich. Was aber ist, wenn wir stürzen, gesundheitliche Probleme bekommen, uns verirren, in Panik geraten oder einfach nicht mehr weiterkönnen? Ein Anruf unter 112 genügt und sie stehen zur Verfügung: 365 Tage im Jahr, 24 Stunden und das alles freiwillig.

Rund 12.000 Bergretter stehen zur Verfügung

Fast 13.000 Menschen benötigen jedes Jahr eine notfallmedizinische Versorgung durch die ehrenamtlichen Retter der Bergwacht. In den Hoch- und Mittelgebirgen Deutschlands sind laut dem DRK rund 12.000 Bergretter im Einsatz.  

Aktueller Einsatzbericht der Bergwacht Füssen:

Bereits am Donnerstag wurden die Bergretter an den Buchenberg (1142 m) zu einem abgestürzten Gleitschirmflieger gerufen. Der Pilot musste aus ca. 25 m Höhe gerettet werden. Der Schirm mit seinen 30 m hatte sich in vier Fichten verwickelt und musste von den Rettern auf unterschiedlichen Bäumen geborgen werden.

Am Samstag wurde die Bergwacht Füssen gleich zu fünf Einsätzen gerufen. Am späten Vormittag rückten die Bergretter aus Füssen und Kaufbeuren zu einer Unterschenkelfraktur auf dem Lechwanderweg nahe des Alpsee aus. Noch währen dieses Einsatzes erlitt ein Wanderer auf dem Tegelberg (1.881 m) einen Herzinfarkt und wurde mit Unterstützung eines Rettungshubschraubers geborgen.

Hilfe in allen Notlagen

Während dieser beiden Einätze erhielt der Einsatzleiter einen Anruf von einem aufgeregten Mann aus Berlin. Er war mit seinem Sohn auf dem Gratweg des Tegelberg unterwegs. Bei einer Rast fiel der Wanderrucksack rund 200 Meter in die Tiefe. Mit einer zweiten Mannschaft der Bergeacht Füssen wurde der Rucksack samt Autoschlüssel, Geld, Ausweis etc. geborgen und dem glücklichen Vater übergeben.

Rund 12.000 Bergretter sind in Deutschland im Einsatz.
Rund 12.000 Bergretter sind in Deutschland im Einsatz. (Bild: Cylonphoto/iStock / Getty Images Plus)

Herrenloser Rucksack löst große Suchaktion aus

Mittags stürzte eine 80-jährige Wanderin so unglücklich an der Rohrkopfhütte, dass sie eine Hüftverletzung erlitt und nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Gegen Abend ging es erneut an den Tegelberg zu einer Wanderin mit Herz-Kreislaufproblemen auf dem Schutzengelweg.

Am Sonntagmittag sorgte die Meldung von einem herrenlosen Rucksack auf dem Gratweg des Tegelberg für Aufregung. Als nach einer halben Stunde Wartezeit immer noch kein Besitzer ausfindig gemacht werden konnte, wurde eine großangelegte Vermisstensuche mit Unterstützung der Polizei und eines Hubschraubers organisiert. Nach etwa einer Stunde konnte jedoch beobachtet werden, dass der Besitzer des Rucksackes zurückkehrte. Der Einsatz konnte somit abgebrochen werden.

(Quelle: Bergwacht Füssen/DRK)