Landwirtschaft krisenfest weiterentwickeln

Landwirtschaft krisenfest weiterentwickeln
MdL Klaus Burger bei einer Plenarrede. (Bild: Klaus Burger MdL)
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Redaktion

Sigmaringen – Seit ein Krieg mitten in Europa viele Selbstverständlichkeiten in Frage stellt, rückt mit der Ernährungssicherheit ein fast vergessen geglaubtes Thema wieder in das Zentrum des öffentlichen Interesses. Und mit ihr die Landwirtschaft, denn nur eine krisenfeste Landwirtschaft kann den an sie gestellten Anforderungen auch gerecht werden.

Der Sigmaringer Abgeordnete Klaus Burger, der in dieser Woche gleich zweimal im Stuttgarter Landtag zu dem Thema sprach, weist in seiner Pressemitteilung darauf hin, dass wer die Landwirtschaft in die Zukunft führen will, auch die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte kennen muss. Viel hat sich verändert, seit der Hunger in der Zeit während und nach dem Zweiten Weltkrieg durch das Land zog.

Heute seien die Menschen satt, die Tiere lebten im Vergleich zu früheren Jahren in hellen, modernen Ställen und auch zur Energiewende hätten die einheimischen Landwirte viel beigetragen. Wären auf öffentlichen und gewerblichen Dächern nur annähernd so viele Photovoltaik-Anlagen installiert wie auf landwirtschaftlichen Gebäuden, dann wäre die Energiewende schon einen großen Schritt weiter, so Burger.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises ländlicher Raum der CDU-Landtagsfraktion stellte in seiner Plenarrede heraus, dass Bäuerinnen und Bauern in den vergangenen Jahrzehnten bewiesen hätten, dass sie anpassungsfähig und innovativ sind. Doch gleichzeitig, so betonte er, gäbe es auch eine Grenze des Leistbaren. Dies müsse bedenken, wer in immer kürzeren Abständen höhere Auflagen fordere.

Als unabdingbar für eine krisenfeste Landwirtschaft hält er, dass bei der Weiterentwicklung der Landwirtschaft alle drei Nachhaltigkeitsaspekte Berücksichtigung finden. Die CDU stehe zu den beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Biodiversität und zum Ausbau des Tierwohls. Doch darüber dürfe die ökonomische Dimension nicht vergessen werden. Damit die heimische Landwirtschaft eine Zukunft habe, müssten Investitionen wieder kalkulierbar werden. Und nicht zuletzt dürften die Bauernfamilien nicht durch ständiges Bashing an den gesellschaftlichen Rand gedrängt und finanziell abgehängt werden.

Wie die deutsche Landwirtschaft krisenfest werden könnte, dazu machte Klaus Burger dann abschließend gleich mehrere Vorschläge. So fordere die CDU schon lange die Möglichkeit zur steuerfreien Rücklagenbildung und Staatssekretärin Sabine Kurtz arbeite bereits intensiv an einer Qualitätsoffensive für die Aus- und Weiterbildung in den grünen Berufen.

Um den Umbau der Ställe hin zu noch mehr Tierwohl finanziell zu fördern, schlägt er eine Zweckbindung der Umsatzsteuer auf tierische Lebensmittel vor. Allerdings müsse auch gewährleistet sein, dass die Gelder dann wirklich beim investierenden Landwirt ankommen. Ergänzend kann er sich vorstellen, die Umsatzsteuer für pflanzliche Lebensmittel auf null zu senken, um so die Nachfrage zu steigern.

(Pressemitteilung: Wahlkreisbüro Klaus Burger MdL)