Kampfsieg über Heilbronn lässt Negativ-Serie reißen

Kampfsieg über Heilbronn lässt Negativ-Serie reißen
Torszene mit dem starken Ravensburger Torhüter Jonas Langmann. (Bild: Kim Enderle)
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Redaktion

Ravensburg – Die Ravensburg Towerstars haben sich mit einem 3:2 Heimsieg über die Heilbronner Falken drei wichtige Punkte gesichert und sind nach fünf Niederlagen in Folge endlich wieder als Sieger vom Eis gegangen.

Im ersten Spielabschnitt spürte man bei beiden Teams die Anspannung deutlich. Zahlreiche Icing- und Abseitssituationen prägten da vor allem das Spielgeschehen. Schwer taten sich beide Teams auch bei der Erarbeitung hochkarätiger Möglichkeiten. Das änderte sich dann nach knapp elfeinhalb Minuten. Mathieu Pompei kam aus halblinker Position zum Schuss und erwischte Falken-Keeper Arno Tiefensee zwischen den Schonern, 1:0 für die Gastgeber. Die Towerstars hatten zwei Minuten nach dem Wiederanspiel die nächste Riesenchance durch Kai Hospelt. Auch John Henrion stand fünf Minuten später beim Abschluss in vielversprechender Position.

Heilbronn fand in der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts dann verstärkt Wege, die bis dahin gut verteidigte blaue Linie der Towerstars zu durchbrechen. In dieser Phase hatte Towerstars Keeper Jonas Langmann ausreichend Gelegenheit, sich mit guten Paraden auszuzeichnen.

Im zweiten Abschnitt kam es nach 70 Sekunden zu einem Schlüsselmoment des Spiels. Die Ravensburger Cracks mussten sich in numerischer Unterzahl gegen ein selbstbewusstes Heilbronner Powerplay wehren und direkt von der Strafbank kommend schloss Mathieu Pompei zusammen mit David Zucker einen 2 gegen 0 Konter zum 2:0 ab. Großen Anteil an diesem Treffer hatte Robbie Czarnik, der mit seinem Pass so lange wartete, bis Kollege Pompei wieder im Spiel war.

Die Heilbronner Falken legten danach aber einen höheren Gang ein und die Towerstars gerieten in Bedrängnis. Als beide Teams jeweils einen Spieler auf der Strafbank sitzen hatten, verkürzte Corey Mapes auf 2:1. Als sich kurz danach Mike Card zum weiterhin auf der Strafbank weilenden Patrick Seifert gesellte, wurde es bei doppelter Unterzahl richtig brenzlig. Doch die Oberschwaben warfen sich beherzt in die Schüsse und überstanden diese Phase schadlos. Auch war es Torhüter Jonas Langmann zu verdanken, dass die Hausherren die knappe Führung mit in die Pause nehmen konnten. Beispielsweise entschärfte er ein Unterzahlbreak von Lukas Ribarik in der 33. Minute.

Der Schlussabschnitt bot einen offenen Schlagabtausch, es wurde wie erwartet verbissen um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Eröffnet wurde die Flut an Torchancen vom Heilbronner Bryce Gervais, der seinen Meister aber ebenfalls in Jonas Langmann fand. Den nächsten Grundstein zum Sieg legte John Henrion dann in der 53. Minute. Bei einem 2 auf 1 Break scheiterte er zwar an Arno Tiefensee, bekam die Scheibe aber zurück und vollendete dann im Nachschuss.

So wirklich in trockenen Tüchern war der Sieg allerdings noch nicht, denn knapp drei Minuten vor Ende verkürzten die Heilbronner Falken noch einmal auf 3:2. Kurz danach nahmen sie den Torhüter zugunsten eines 6. Feldspieler vom Eis, das brachte allerdings nichts mehr ein. Die Towerstars störten jegliche Versuche einer Powerplay-Aufstellung und waren dem 4:2 mehrfach näher, als die Gäste dem Ausgleich.

Am Ende durften die Towerstars einen hart erkämpften, aber doch verdienten 3:2 Heimsieg bejubeln. Dieser bedeutete zugleich eine Verbesserung in der Tabelle auf den 5. Platz. Zufrieden war auch Marc Vorderbrüggen nach seiner Feuerprobe als neuer Chefcoach. „Das Spiel haben wir definitiv durch unsere gute Unterzahl gewonnen. Wir wollten ohnehin mehr Wert auf die Defensive legen und das haben wir heute gut umgesetzt“, betonte er.