Die Schwenninger Wild Wings setzen sich in der Bundeshauptstadt durch

Die Schwenninger Wild Wings setzen sich in der Bundeshauptstadt durch
Blaine Byron (Eisbaeren Berlin #23), Alexander Karachun (Schwenningen #47) (Bild: picture alliance / nordphoto GmbH / Engler | nordphoto GmbH / Engler)
WOCHENBLATT
Redaktion

Berlin – Die Schwenninger Wild Wings haben sich dank einer guten Leistung in der Penny-DEL bei den Eisbären Berlin mit einem 3:1-Auswärtssieg belohnt. Und das auch, weil die Gäste jede Menge richtig gemacht hätten.

Manchmal sind es – laut Vereinsmitteilung der Wild Wings – kleine Momente, die einem Spiel eine Richtung geben. In der Hauptstadt sei es aber eher die Gesamtperformance der Mannschaft gewesen, die den Erfolg mit sich brachte. Von der ersten Minute an strahlte das Team aus dem Süden der Republik eine immense Ruhe aus und ließ sich auch in Druckphasen der Eisbären nicht aus der Ruhe bringen.

In den ersten 20 Minuten dieser Partie waren es – so die Wild Wings weiter – die Eisbären, die mehr vom Spiel hatten, aber nur in Überzahl zu ganz klaren Torchancen kamen. Ansonsten arbeiteten die Gäste aus Schwenningen stabil und engagiert, sodass die Berliner mehrheitlich gezwungen waren, ihr Glück von der blauen Linie zu versuchen.

Nicholas B. Jensen und Alexander Karachun eröffneten in der zweiten Minute eine Begegnung, der lange die ganz großen Höhepunkte fehlten. Morgan Ellis forcierte mit seinem Schuss eine Großversammlung vor Joacim Eriksson, doch die Scheibe konnte von den Eisbären nicht zwingend Richtung Tor bugsiert werden.

In der 13. Spielminute überstanden die Gäste ein „Drei gegen Fünf“ überraschend entspannt, auch wenn Matthew White das Gestänge küsste. Die Antwort der Schwenninger hatte es in sich. Tief im Drittel der Eisbären gelang der Turnover und Neuzugang Tomas Zaborsky legte mit viel Übersicht quer zu Max Görtz, der zum Führungstreffer traf (16. Spielminute).

In einem weiteren Überzahlspiel hatten die Eisbären dann die Chance zum Ausgleich, doch Boychuk zog in der 20. Minute über das Tor. Das 0:0 im Mitteldrittel bildete in keinster Weise das ab, was in diesem Abschnitt drin war. Waren klare Torchancen im ersten Spielabschnitt noch eher Mangelware, wussten sich beide Teams nun erheblich zu steigern.

Zachary Boychuk schickte sich in dieser Phase des Duells gleich mehrfach an – doch seine Versuche, Joacim Eriksson zu überwinden, scheiterten allesamt. Schön anzusehen sei seine Bewegung mit direktem Abschluss in der 22. Minute dennoch gewesen.

Drei Minuten später tauchte Johannes Huß völlig frei im Slot auf, doch sein Schuss war zu zentral und deshalb keine ganz große Herausforderung für Niederberger. Wenig später lieferten beide Goalies richtig ab.

Zunächst zeigte Mathias Niederbeger gegen den lange wartenden Kenny Olimb seine ganze Klasse, doch Joacim Eriksson stand ihm im direkten Gegenzug beim Schuss von Simon Després in nichts nach.

Gegen Ende des Mittelabschnitts hatten beide Mannschaften noch einmal ein Powerplay, wobei die Eisbären durch Kevin Clark die hochkarätigsten Abschlüsse hatten. Doch auf der anderen Seite hatten sowohl Alexander Karachun als auch Tomas Zaborsky ebenfalls beste Einschuss-Möglichkeiten.

Die letzten 20 Minuten waren nichts für schwache Nerven der Schwenninger. Es entwickelte sich erneut ein Spiel auf des Messers Schneide. Dazu trug auch der Ausgleichstreffer des gebürtigen Schwenningers Kai Wissmann bei, der sich an seinem 25. Geburtstag selbst beschenkte.

Zuvor hatte Marcel Noebels bewiesen, warum er zu den Ausnahmekönnern in dieser Liga zählt. Die Hauptstädter blieben druckvoll und es benötigte vollen Einsatz und viel Leidenschaft, inklusive eines erneut starken Joacim Eriksson im Tor.

Doch statt das Spiel aus der Hand zu geben, machte sich der immer besser in Form kommende Niclas Burström auf den Weg und hinter das Tor von Niederberger. Sein Pass zurück fand punktgenau den Schläger von Colby Robak, der mit seinem ersten Saisontor den Gamewinner markieren konnte.

Als Serge Aubin den Torwart zog, war es Tylor Spink vorbehalten, in der letzten Minute das 3:1 per Empty-Net-Goal zu erzielen. Somit konnten die Jungs vom Neckar, unter dem Jubel der mitgereisten Fans, wichtige Punkte aus der Hauptstadt mit nach Hause nehmen.

„Wir hatten uns für einen einfachen Spielplan zurechtgelegt. Wir wollten die Scheibe tief bringen und mit viel Laufarbeit Druck erzeugen. Das ist letztlich aufgegangen, auch wenn Berlin natürlich ein extrem schwerer Gegner war und wir alles investieren mussten. Basis war sicherlich, dass wir auch defensiv gegen diese starke Offensive gut agiert haben“, kommentierte Headcoach Niklas Sundblad.

Statistik:

Eisbären Berlin – Schwenninger Wild Wings 1:3 (0:1 | 0:0 | 1:2)

0:1 | M. Görtz #23 – T. Zaborsky #67 | 15:42
1:1 | K. Wissmann #6 – M. Noebels #92, J. Müller #18 | 49:47
1:2 | C. Robak #4 – N. Burström #3 | 57:39
1:3 | T. Spink #90 | 58:57 [EN]

Strafen:
Berlin 8
Schwenningen 12