Zukunft der Veranstaltungsbranche: Kulturschaffende rücken zusammen

Zukunft der Veranstaltungsbranche: Kulturschaffende rücken zusammen
Matthias Klingler, Sebastian Striegel und Julian Hutter (v. re.) diskutieren zum Einstieg der „Fishbowl“-Runde über die Zukunft der Veranstaltungsbranche. (Bild: Stadt Friedrichshafen)
WOCHENBLATT
Redaktion

Friedrichshafen (wb/dab) – Beim Zukunftscamp für die Kultur- und Veranstaltungsbranche diskutierten vergangene Woche über 30 Expertinnen und Experten aus der Region die Auswirkungen der Corona-Krise auf das kulturelle Leben in Friedrichshafen.

Als Veranstaltungsort war das Jugend- und Kulturzentrum MOLKE mit Bedacht gewählt worden: Wie viele Angebote in der Stadt ist es als Kulturzentrum kaum im Bewusstsein der Häfler Bevölkerung und zum anderen steht es für Jugendkultur und -beteiligung in der Stadt.

Diese war auch eines der drei Themen der Online-Diskussionsveranstaltungen des Kulturbüros im Sommer und Herbst. Sarah Baltes, Leiterin des Kulturbüros, diskutierte zusammen mit dem Journalisten Jens Poggenpohl und Claus-Michael Haydt, dem Geschäftsführer des Kulturhauses Caserne, die Ergebnisse der Gesprächsrunden zu Jugendkultur, Häfler Identität und nachhaltigen Kulturveranstaltungen. Deutlich wurde, dass die Jugend besonders unter den Corona-Einschränkungen und den dadurch fehlenden Kulturangeboten leidet: Gelegenheiten zum Experimentieren, Entdecken und Zusammenkommen fehlten und fehlen immer noch. Eine herausragende Bedeutung für die kulturelle Identität der Stadt haben die Vereine, deren Arbeit auch massiv durch Corona betroffen ist, und eine Kultur der Ermöglichung.

Trotzdem wurde laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung auch optimistisch in die Zukunft der Kultur- und Veranstaltungsbranche geblickt. Während der letzten Monate sind die Kulturschaffenden in Friedrichshafen spürbar zusammengerückt und haben die Vernetzung, Zusammenarbeit und den Austausch vertieft. Ein neues gemeinsames Veranstaltungsformat ist für 2022 geplant.

Die Coronakrise beschleunigt zwar viele Probleme, sie wirkte aber auch wie ein Kreativitäts-Booster. Viele neue Kooperationen und Veranstaltungsformate sind entstanden. Sichtbar ist das auch in der Stadtverwaltung selber: Das Zukunftscamp ist eines der Ergebnisse der vertieften Zusammenarbeit von Graf-Zeppelin-Haus, Kulturbüro, Stadtmarketing und Tourist-Information.

Vorgestellt wurde auch eine neue Portalseite auf der Webseite der Stadt Friedrichshafen. Unter www.friedrichshafen.de/veranstalter sollen in Zukunft alle, die eine Veranstaltung wie zum Beispiel ein Vereinsjubiläum, eine Firmenveranstaltung, ein besonderes Familienfest oder Konzert planen und professionelle Hilfe benötigen, fündig werden.

In einer abschließenden „Fishbowl“-Gesprächsrunde schilderten Vertreter aus Veranstaltungs- und Kulturbranche, wie sie in den letzten Monaten mit der Krise umgegangen sind und welche Befürchtungen und Hoffnungen sie angesichts der aktuellen Lage haben.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)