Ein angeblich stark alkoholisierter Lokführer sollte einen Güterzug von Hall in Tirol nach Verona fahren. Um den Mann zu stoppen, stellte die ÖBB den Strom ab.
Ein 50-jähriger Italiener hatte als Triebwagenführer eines Logistikunternehmens den Auftrag, am 3. Dezember einen Güterzug zu lenken. Bereits im Bahnhofsbereich in Hall kam es zu Problemen, weil er mehrfach ohne ersichtlichen Grund stehen blieb, so die Polizei. Als er dann um 14:20 Uhr mit dem Güterzug in Richtung Westen fahrend ein Schutzsignal missachtete und die Fahrt fortsetzte, obwohl ihm die ÖBB-Fahrdienstleitung die Weiterfahrt untersagt hatte, musste der Strom abgeschaltet werden, um den Zug anhalten zu können.
Lokführer geht auf die Gleise
Anschließend ging der Italiener im Bereich des Zuges auf die Gleise, worauf von der Fahrdienstleitung aus Sicherheitsgründen ein „Nothalt“ durchgeführt werden musste und die Polizei angefordert wurde.
Ein mit ihm durchgeführter Alkomattest ergab eine starke Alkoholisierung, heißt es in einer Polizeimeldung. Von ihm wurde eine Sicherheitsleistung im unteren 4-stelligen Eurobereich eingefordert. Der Mann wird angezeigt. Laut Auskunft der ÖBB droht dem 50-Jährigen der Entzug seiner Berechtigung zum Führen von Triebwagen für die Dauer von sechs Monaten.
(Quelle: LPD Tirol – Stand: 03.12.25)