Er war in den Dolomiten unterwegs, ignorierte auf seiner Wanderung mehrere Gefahrenschilder und musste aufwendig gerettet werden. Jetzt soll ein 60-jähriger Brite für den Heli-Einsatz mehr als 14.000 Euro bezahlen.
Der Tourist war am Donnerstagmorgen vom Passo Tre Croci bei Cortina d’Ampezzo aufgebrochen. Trotz eindeutiger Sperrhinweise auf Englisch und Italienisch begab sich der 60-Jährige auf den Ferrata-Berti-Weg in 2.500 m Höhe, der wegen akuter Steinschlaggefahr gesperrt war. Dutzende weitere Pfade sollen wegen hoher Erdrutschgefahr ebenfalls gesperrt gewesen sein.
Der Klettersteig Ferrata-Berti in den Dolomiten ist bekannt für seine beeindruckende Ausblicke, wird aber als anspruchsvolle Route und mitunter auch schwierig eingestuft. Wie der Guardian berichtet, löste der britische Wanderer gegen 15.30 Uhr einen Notruf aus, nachdem er durch herabfallende Felsen in Panik geraten war.
Zwei Helis im Einsatz
Zwei Hubschrauber mussten wegen schlechten Wetters eingesetzt werden, zusätzlich machten sich Rettungskräfte am Boden auf den Weg. Allein der Heli-Einsatz soll über 11.000 Euro kosten. Nicola Cherubin, der Leiter des Bergrettungsdienstes gegenüber dem Guardian: Der Mann hatte Glück gehabt, noch am Leben zu sein. Die Ausrede des Briten war ganz simpel – er habe nicht gewusst, dass der Weg gesperrt war und Schilder hätte er auch nicht gesehen.
In den Dolomiten kommt es vermehrt zu Steinschlägen, was sich auf verschiedene Weise äußert. Es gibt sowohl einzelne Felsstürze als auch großflächige Muren, die durch Starkniederschläge ausgelöst werden. Diese Ereignisse sind eine große Gefahr für die Menschen und die Umwelt.
(Quelle: Guardian)