Busse und Bahnen Tarifverhandlungen im ÖPNV: Verdi erwartet Zugeständnisse

Tarifverhandlungen im ÖPNV: Verdi erwartet Zugeständnisse
Verdi lässt Warnstreiks im ÖPNV in Baden-Württemberg weiter offen. (Bild: Marijan Murat/dpa)
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Deutsche Presse-Agentur
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Fahrgäste im Südwesten können zunächst aufatmen: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Personennahverkehrs wird weiter verhandelt – ein Warnstreik am Freitag erscheint daher eher unwahrscheinlich.

Im Streit um die Arbeitsbedingungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Baden-Württemberg setzen Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) ihre Gespräche fort. Ein Sprecher der Gewerkschaft betonte, man gehe sehr konstruktiv in die aktuelle Verhandlungsrunde. Verdi sei lösungsbereit und erwarte deutliche Signale der Arbeitgeber.

KAV-Hauptgeschäftsführerin Sylvana Donath hatte vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde in Stuttgart erklärt: «Die Arbeitgeber wollen an die konstruktiven Gespräche der ersten beiden Runden anknüpfen.» Ob es im Südwesten zu weiteren Warnstreiks kommt, hatte Verdi zunächst offengelassen. Bundesweit sind für Freitag und in einigen Regionen auch für Samstag Warnstreiks im ÖPNV angekündigt.

Warnstreiks sollen frühzeitig angekündigt werden

Ein Verdi-Sprecher hatte am Dienstag erklärt, mögliche Warnstreiks in Baden-Württemberg, die Fahrgäste betreffen, würden auf jeden Fall rechtzeitig angekündigt. Daher gilt ein Streik am Freitag derzeit als eher unwahrscheinlich. Für kommenden Montag ist bereits eine weitere Verhandlungsrunde in Stuttgart geplant.

Bereits Anfang Februar hatte Verdi zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Betroffen waren unter anderem Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz. In diesen Städten blieben Busse und Bahnen weitgehend in den Depots.

Fokus auf Arbeitsbedingungen

Der Ausstand steht im Zusammenhang mit den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 6.700 Beschäftigten im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg. Anders als in anderen Tarifrunden geht es diesmal nicht um höhere Löhne, sondern um den Manteltarifvertrag und damit um die Arbeitsbedingungen.

Verdi fordert unter anderem höhere Zuschläge für Überstunden sowie für Nacht- und Wochenendarbeit. Zudem sollen Zulagen entsprechend der jeweiligen Entgeltstufe gezahlt werden. Die Arbeitgeber reagierten zuletzt mit Unverständnis auf die angekündigten Warnstreiks und verwiesen auf die angespannte finanzielle Lage.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.